Antennen-Harnischwelse
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Ancistrus
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| class="Person" | Kner, 1854
|}Antennen-Harnischwelse (Ancistrus) sind eine Gattung der Harnischwelse und die größte Gruppe innerhalb der Unterfamilie Ancistrinae. Es werden häufig neue Arten beschrieben, derzeit sind etwa 60 bekannt. Typusart ist Ancistrus cirrhosus (ursprünglich Hypostomus cirrhosus).
Wegen ihrer auffälligen Erscheinung und der bei vielen Arten recht unkomplizierten Haltung und Vermehrung in Gefangenschaft, sind in der Antennen-Harnischwelse beliebte Haltungsobjekte in der Aquaristik.
Synonyme: Xenocara
Verbreitung und Lebensraum
Antennen-Harnischwelse leben im nördlichen und mittleren Südamerika, in südlicher Richtung erstreckt sich ihr Lebensraum bis zum Río de la Plata, im Norden bis zum Suriname.
Die meisten Arten leben in Fließgewässern, insgesamt sind die besiedelten Habitate jedoch vielfältig und reichen von schnell strömenden Flüßen bis hin zu stehenen Gewässern in Überflutungsgebieten und Sümpfen.
Merkmale
Typisch ist ein mehr oder weniger stark dorsoventral abgeplatteter Körperbau und ein Saugmaul mit zahlreichen feinen Zähnen. Das Interoperculum (Kiemenzwischendeckel) ist mit stachelartigen Hautzähnen, den Odontoden, bedeckt und fast immer ausstülpbar. Das Operculum (Kiemendeckel) ist meist ebenfalls frei beweglich. Die Körperseiten sind mit Knochenplatten gepanzert, die in vielen Fällen ebenfalls Hautzähnchen tragen. Der Bauch und das erste Viertel des Kopfes sind nackt. Das augenfälligste Merkmal sind tentakelartige Vorsätze am vorderen Teil des Kopfes. Bei den Männchen einiger Arten können diese sich auch verzweigen, bei weiblichen Tieren sind sie weniger stark ausgeprägt oder fehlen ganz.
Lebensweise
Antennen-Harnischwelse ernähren sich wie alle Harnischwelse hauptsächlich von Algen und Periphyton, sind aber keine reinen Vegetarier. Sie leben stark bodenorientiert und schwimmen nur kurze Strecken frei.
Gegenüber gattungsfremden Fischen sind Antennen-Harnischwelse sehr friedlich. Innerartlich können die revierbildenden Männchen besonders zur Laichzeit untereinander sehr aggressiv werden.
Zur Fortpflanzung werden Höhlen bevorzugt, an deren Wänden das Weibchen in einer Traube bis zu 200 Eier von etwa 3 Millimeter Größe anheftet. Das Gelege und die nach etwa 5 Tagen schlüpfenden Larven werden vom Männchen bewacht. Nach dem Schlüpfen zehren die Larven ungefähr 5 Tage von ihrem Dottersack, dann sind sie in der Lage sich selbstständig zu ernähren und verlassen den Unterschlupf.
Arten
Siehe auch
L-Nummer
Quellen
Literatur
* Claus Schaefer, Dr. Torsten Schröer: Das große Lexikon der Aquaristik, Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9
* Günter Sterba: Süßwasserfische der Welt, Weltbild Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-89350-991-7
Weblinks
• Eintrag bei fishbase
• Ancistrus (engl.)
• ITIS Standard Report Page: Ancistrus]sn:Ancistrus

