Samuel (koptischer Bischof)
Anba Samuel (arab: ?????? ??????)(Geburtsname: Saad Aaziz (8. Dezember 1920 in Kairo; ? 6. Oktober 1981) war ein Allgemeiner Bischof der Koptischen_Kirche.Leben
Nach seinem Schulabschluss beginnt er im Jahre 1937 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität_von_Kairo. Nach seinem Studienabschluss im Jahre 1941 arbeitete er in der ägyptischen Nationalbank. Zur gleichen Zeit beginnt er ein Theologiestudium, welches er im Jahre 1944 mit einem Diplom an der Theologischen Hochschule in Kairo abschließt. Danach erhält er ein Stipendium für ein Studium der Erziehungswissenschaft und Psychologie an der American University Cairo (AUC). Beide Fächer lehrte er bis 1946 an der Theologischen Hochschule in Kairo. In den beiden darauffolgende Jahre wird er zum Unterricht an die äthiopische Theologische Hochschule Holy Trinity Theological College in Addis Abeba gesandt. Im Jahr 1948 wird er Mönch unter der Leitung des Eremiten Mina el-Baramousy (des späteren Papstes Kyrillos VI.). Er wird mit dem Namen Makari es-Suriani zum Mönch geweiht und zum Kloster es-Surian geschickt.
Wirken
Im Jahre 1954 sendete ihn der koptische Papst Jossaph II. (auch bekannt als Yusab II.) als Vertreter der koptischen Kirche zum christlich-islamischen_Dialog in den Libanon. Im August 1954 ist er zusammen mit Priester Salib Sourial und dem koptischen Historiker Aziz_S._Atiya Mitglied der Delegation beim zweiten Treffen des Weltkirchenrates in Evanston (Illinois), bei Chicago. Dort nutzt er die Chance, sein theologisches Studium in den USA fortzusetzen; er schreibt seine Magisterarbeit über das Thema ?Die christliche Pädagogik in der koptischen Kirche in der Zeit des frühen Christentums?. Nach seiner Rückkehr im Juni 1956 setzt ihn die Kirche als ihren Vertreter im Weltkirchenrat ein. Am 30. September 1962 weihte Papst Kyrillos VI. ihn zum Allgemeinen_Bischof, mit Bischofsnamen Samuel, für generelle und soziale Angelegenheiten der koptischen Kirche. In diesem Amt setzt er sich für alle Ägypter ein, Christen wie Muslime, vor allem während der Kriegszeiten. Er gründet eine Gemeinschaft mit dem Namen ?Bruderschaft der Werktätigen?, um Arbeitslosen zu helfen und ihr Lebensniveau zu verbessern.
Bei der Militärparade vom 6. Oktober 1981 war er für die Muslimbruderschaft ein Ziel ? neben Anwar_?s-S?d?t ? und wurde tödlich verletzt. Er schied aus dem Leben, nachdem er in der koptischen Kirche viele verdienstvolle Aufgaben erfüllt hatte.
Referenzen
* Nachrufe in: Le Monde Copte 10 (1983) 3-5 (mit Foto) und Proche-Orient Chrétien 32 (1982) 164-166.
* Kyrellos Boutros: Die Geschichte der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, Magisterarbeit, Heidelberg, 2007.

