Anatoli Nasarenko
Anatoli Nasarenko (russisch , wiss. Transliteration ; Edmonton in Kanada wurde er auf Anhieb Weltmeister im Mittelgewicht im griechisch-römischen Stil. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass er im Kampf gegen Petar Krumow aus Bulgarien gemeinsam mit diesem wegen Passivität disqualifiziert wurde.Im Jahr 1971 gelang es Nasarenko bei der Weltmeisterschaft in Sofia nicht, den WM-Titel zu verteidigen. Er verlor im Finale gegen den ungarischen Neuling Csaba Heged?s, der in einer Superform antrat und auch Nasarenko vorzeitig besiegte.
Bei der Europameisterschaft 1972 in Kattowitz, bei der Heged?s fehlte, wurde er mit sechs Siegen erstmals Europameister, obwohl er in einem Vorrundenkampf von dem Rumänen Ion Gabor überrascht und geschultert wurde. Im gleichen Jahr startete er auch bei den Olympischen Spielen in München. Wieder wurde er von Csaba Heged?s, diesmal nach Punkten geschlagen, so dass für ihn nur die Silbermedaille blieb.
Im Jahr 1973 startete Nasarenko weder bei der Europameisterschaft noch bei der Weltmeisterschaft. Das Jahr 1974 war aber dann für ihn sehr erfolgreich, denn er wurde in Madrid Europameister und in Kattowitz Weltmeister. In Madrid besiegte er im Endkampf den Bundesdeutschen Werner Schröter nach Punkten und in Kattowitz glänzte er mit sieben Siegen, die zum Titelgewinn nötig waren.
Bei der Weltmeisterschaft 1975 in Minsk gelang ihm endlich ein Sieg über Csaba Heged?s, was gleichbedeutend mit dem Gewinn des dritten WM-Titels war. Im Jahr 1976 verlor Nasarenko bei den sowjetischen Meisterschaften gegen _Wladimir_Tscheboksarow und wurde deshalb weder bei den Europameisterschaften noch bei den Olympischen Spielen eingesetzt.
Im Jahr 1977 war er noch einmal bei der Europameisterschaft im türkischen Bursa dabei. Er konnte aber den Titel nicht erringen, da er von dem 20-jährigen Rumänen Ion Draica und dem Bulgaren Pawel Christow besiegt wurde. Er kam aber auf den dritten Platz.
Danach wurde Anatoli Nasarenko bei internationalen Meisterschaften nicht mehr eingesetzt. Er wurde zum Trainer ausgebildet, ging gegen Ende der 1990er Jahre in die USA und ist jetzt dort als Ringertrainer tätig.
Internationale Erfolge
(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, GR = griechisch-römischer Stil, Mi = Mittelgewicht, damals bis 82 kg Körpergewicht)
* 1970, 1. Platz, WM in Edmonton, GR, Mi, mit Siegen über Kenjiro Hiraki, Japan, Adam Ostrowski, Polen, Milan Nenadi?, Jugoslawien und Jan Kärström, Schweden; im Kampf Nasarenko gegen Petar Krumow, Bulgarien, wurden beide Ringer wegen Passivität disqualifiziert;
* 1971, 2. Platz, WM in Sofia, GR, Mi, mit Siegen über Harald Barlie, Norwegen, Ali Ya?mur, Türkei, Antonius De Rooy, Niederlande, Kiril Dimitrow, Bulgarien und Frank Hartmann, DDR, einem Unentschieden gegen Ostrowski und einer Niederlage gegen Csaba Heged?s, Ungarn;
* 1972, 1. Platz, EM in Kattowitz, GR, Mi, mit Siegen über József Juhász, Ungarn, John Petersen, Dänemark, Dimitrios Savas, Griechenland, Dimitrow, Nenadi? und Miroslav Janota, ?SSR und trotz einer Niederlage gegen Ion Gabor, Rumänien;
* 1972, Silbermedaille, OS in München, GR, Mi, mit Siegen über Reinhold Hucker, BR Deutschland, Dimitrow, Nenadi?, Gabor, Ya?mur und einer Niederlage gegen Csaba Heged?s;
* 1974, 1. Platz, EM in Madrid, GR, Mi, mit Siegen über Janota, Ömer Suzan, Türkei, Volker Zwick, DDR, Dimitrow, André Bouchoule, Frankreich und Werner Schröter, BR Deutschland;
* 1974, 1. Platz, WM in Kattowitz, GR, Mi, mit Siegen über Stefan Ghenerali, Albanien, Klaus Mysen, Norwegen, Nenadi?, Janota, Dimitar Iwanow, Bulgarien, Miklós Heged?s, Ungarn und Ion Enache, Rumänien;
* 1975, 1. Platz, WM in Minsk, GR, Mi, mit Siegen über Dan Chandler, USA, Leif_Andersson, Schweden, Iwanow, Csaba Heged?s, Ostrowski und Enache;
* 1977, 1. Platz, Großer Preis der BR Deutschland in Aschaffenburg, GR, Mi, vor Leif Andersson, Jan Dolgowicz, Polen, Kurt Spaniol, BR Deutschland, Bouchoule und Franz Pitschmann, Österreich;
* 1977, 3. Platz, EM in Bursa, GR, Mi, mit Siegen über Jimmy Martinetti, Schweiz, Dolgowicz, Suzan und István Nagy, Ungarn und Niederlagen gegen Ion Draica, Rumänien und Pawel Christow, Bulgarien
Weblinks
[http://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/dbwrest/daten.php?spid=91C5F4E71C404E1980BB3F4771921EA4 Anatoli Nasarenko in der Datenbank der Uni Leipzig]

