Anankasmus
Der Anankasmus (griechisch: anangkázein = zwingen) ist die psychologische Bezeichnung für die innere, zwanghafte Nichtunterdrückbarkeit bestimmter, auch unsinniger Handlungen oder Vorstellungen, zum Beispiel Zählzwang oder Waschzwang, im Rahmen einer neurotischen Störung.Man kann Zwangsgedanken, Zwangsimpulse sowie Zwangshandlungen unterscheiden.
Die Erkrankten sind sich der Unsinnigkeit ihrer Zwänge bewusst. Versuchen sie jedoch, den Zwang zu unterdrücken, entsteht starke innere Unruhe bis Angst.
In der heutigen Psychopathologie ist der Begriff Anankasmus veraltet und durch Zwangsstörung (Synonyme sind weiter: anankastisches Syndrom, Zwangserkrankung, Zwangssyndrom, Zwangsneurose) ersetzt worden.
Siehe auch
*Vom Anankasmus abzugrenzen ist die anankastische Persönlichkeitsstörung.

