Anaglyphenbild
Eine Anaglyphe bzw. ein Anaglyphenbild ist ein spezielles Stereogramm, bei dem die beiden stereoskopischen_Halbbilder in Komplementärfarben eingefärbt und überlagert werden. Die Trennung der beiden Halbbilder erfolgt mit speziellen Anaglyphenbrillen, die entsprechend gefärbte Gläser bzw. Farbfolien besitzen. Früher wurden meist die Farben Rot und Grün bzw. Rot und Blau eingesetzt. Seit 2002 wird meist nur Rot und Zyan verwendet. Zyan besteht zu gleichen Teilen aus Blau und Grün, und ermöglicht eine bessere Darstellung von Echtfarben.
Entwickelt wurde das Anaglyphenverfahren 1853 von Wilhelm_Rollmann, der in J. C. Poggendorfs "Annalen der Physik (und Chemie)" (Ausgabe 90, S. 180f, Halle, Leipzig) eine Arbeit mit dem Titel "Zwei neue stereoskopische Methoden" veröffentlichte und darin das Verfahren vorstellte.
In der Anfangszeit verwendete man die Anaglyphenbilder insbesondere in mathematischen Lehrbüchern zur Veranschaulichung der Stereometrie und Trigonometrie.
Siehe auch: Stereoskopie, Raumbildprojektion#Anaglyphe_Projektion
Weblinks
• Anaglyph Maker (Software)
• Rot/Cyan Anaglyphen
• Anaglyphen (Essay)
• Workshop zur Erstellung von Anaglyphen und 3D-Bildergalerie
• Tutorial sehr simpel mit Adobe Photoshop
• Anaglyphendarstellung in CAD-Software Rhinoceros und Luftbildaufnahmen von München im Anaglyphenverfahren
• Anregungen und Anleitungen zum Herstellen von räumlich zu sehenden Bildern
• Vergleich verschiedener Anaglyphenverfahren

