ANNNI-Modell
Die Abkürzung ANNNI-Modell steht für 'Axial-Next-Nearest-Neighbor-Ising Modell'. Es handelt sich um eine wichtige, vielzitierte Variante des in der Statistischen_Mechanik wohlbekannten Ising-Modells. In dem Modell wird angenommen, dass konkurrierende ferro- und antiferromagnetischen Kopplungen zwischen, längs einer ausgewählten Achse eines Kristallgitters, nächst- und übernächstbenachbarten Spins wirken. Es beschreibt insbesondere komplizierte räumlich modulierte Überstrukturen.Seine faszinierenden Eigenschaften sind nicht nur von theoretischem Interesse sondern sie ermöglichen auch eine Interpretation von zahlreichen Experimenten u.a. zu Magneten und Legierungen.
Das Modell wurde 1961 erstmals in der physikalischen Fachliteratur in einer Arbeit von (Sir) Roger Elliott, Universität Oxford, erwähnt. Genauere Analysen gelangen erst geraume Zeit später, ínsbesondere Per Bak, Michael E. Fisher, Walter Selke und Jacques Villain.
Literatur
M.E._Fisher und W. Selke, Infinitely many commensurate phases in a simple Ising model, Phys. Rev. Lett. 44, 1502 (1980)
P._Bak, Commensurate phases, incommensurate phases, and the devil's staircase, Rep. Prog. Phys. 45, 587-629 (1982)
W. Selke, The ANNNI model, Physics Reports 170, 213-264 (1988)

