Amundsen-Scott-Südpolstation
Die Amundsen-Scott-Südpolstation ist eine US-amerikanische Forschungsstation in Antarktika. Sie wurde nach den beiden Südpolpionieren Roald Amundsen und Robert Falcon Scott benannt und liegt in 2.835 Metern Höhe auf dem Inlandeis, wenige hundert Meter vom geographischen Südpol entfernt. Sie wurde 1956 für das Internationale_Geophysikalische_Jahr gegründet und im Laufe der Zeit immer wieder erweitert.
Die erste Station bestand von 1957 bis 1975 (Old Pole). Das 1975 errichtete, neue Hauptgebäude hat die Form einer Kuppel mit einem Durchmesser von 50 Metern und einer Höhe von 16 Metern. Im antarktischen Sommer 2005/06 wurde nach 15 Jahren Planung, Entwicklung und Aufbau für 150 Millionen US-Dollar eine völlig neue Station fertig gestellt. Besondere Anforderungen an den Neubau ergaben sich durch die extremen Temperaturen, starke Schneeverwehungen und extreme Trockenheit. In naher Zukunft soll die alte Station abgerissen werden.
In der Station werden Forschungen auf dem Gebiet der Glaziologie, Geophysik, Meteorologie, Astronomie und Astrophysik betrieben. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt minus 49 Grad Celsius, mit Schwankungen zwischen minus 13 und minus 82 Grad Celsius. Etwa 130 Forscher arbeiten während des antarktischen Sommers in der Station, während zuletzt etwa 50 in der Station überwinterten.
Die Station wird mit Lockheed_C-130_Hercules Flugzeugen versorgt, die allerdings nur zwischen Oktober und Februar starten und landen können.
Weblinks
• Bericht über den Bau der neuen Station mit vielen Bildern

