Dienstsiegel
thumb|160px|Kleines_Dienstsiegel_der_Symbol eines Amtes, mit dem Dokumente rechtsverbindlich gekennzeichnet werden.Während Dienstsiegel zunächst nur dazu dienten, Schriftstücke als Konvolut zusammenzuhalten (?versiegeln?), diente es später auch als Bestätigung für eine Aussage und vor allem für die Echtheit eines Dokumentes (Beurkundung, Beglaubigung) - vgl. dazu auch Symbol ? meistens Hoheitszeichen ? ab:
Bundesbehörden führen den Bundesadler, Landesbehörden führen ihre Landeswappen (z. B. Notare), Kommunalbehörden ihre kommunale_Wappen, Amtskirchen führen ihre kirchlichen_Wappen.
Dienstsiegel haben eine sehr lange Geschichte. Sie wurden zunächst in der Antike von Herrschern und im Laufe der Zeit von den Amtskirchen verwendet, bis sich (zusätzlich) ein eigener Behördenapparat herauskristallisierte. 120px|thumb|left|Gedrucktes_Dienstsiegel_der_Banknoten der Welt befinden sich Dienstsiegel als Ausdruck deren Authentizität (und somit Gültigkeit als Zahlungsmittel); der Euro trägt jedoch kein Dienstsiegel, sondern die Europaflagge. Fast jedes amtliche Schriftstück mit Außenwirkung wie Korrespondenzen, Ausweise, Bescheinigungen, Urkunden, Vertragswerke usw. enthalten ein Dienstsiegel.
thumb|140px|Große_Siegelmarke_der_Bayerischen_Landespolizei_als_Übereignung; Beispiele hierfür sind die Siegelmarke der Polizei oder das Pfandsiegel der Justiz.
Bei manchen mehrseitigen (notariellen) Urkunden oder Vertragswerken dient das Dienstsiegel auch dazu, ein Gefüge von mehreren Seiten dauerhaft miteinander zu verbinden (damit Missbrauch verhindert wird). Hierbei wird die linke obere Ecke aller Blätter eines Gehefts gefächert, umgeknickt und auf der Rückseite gesiegelt. Viele Bescheide tragen heute ein digitalisiertes Dienstsiegel.
Das wohl bekannteste Dienstsiegel ist das Pfandsiegel ? umgangssprachlich ?Kuckuck? genannt ? (nach dem in Preußen darauf abgebildeten Adler, der als Kuckuck verballhornt wird). Eine weitere bekannte Siegelung ist die Steuermarke bei Tabakwaren mit den Bundesadler. Diese Beispiele geben die Funktion eines Dienstsiegels als Verschluss wieder.
Ausführungen
der Bundesfinanzverwaltung]]
thumb|170px|Dienstsiegel,_hier_als_Prägesiegel
Es gibt grundsätzlich fünf verschiedene Formen von Dienstsiegeln:
*Plattenabdruck
**als Stempelabdruck mit aufgebrachter Stempelfarbe, wobei das Rundstempel am Gebräuchlichsten (per Hand oder auch gedruckt)
**als farblose Prägung in Papier (Prägesiegel)
**in Wachs (Diplomatie, bedeutende Vertragswerke)
*Aufkleber (mit vielen Sollbruchstellen, damit es nicht unbefugt gelöst wird und wieder angebracht werden kann)
*Intarsien im Papier, zumeist in Form eines Hologramms oder Kinegramms (z. B. deutsche Aufenthaltstitel); historisch auch Metallkapseln
*gedruckt, z. B. bei Banknoten
-Schilder]]
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Die meisten Dienstsiegel sind Stempelabdrücke. Geprägte Dienstsiegel sind heute nur bei besonders wichtigen Dokumenten üblich, z. B. Vertragswerke in der Diplomatie, Ernennungs- und Verleihungsurkunden oder notarielle Beglaubigungen.
Dienstsiegel in Stempelform sind zum Teil in zwei verschiedenen Größen existent: Als ?kleines? oder als ?großes? Dienstsiegel. Die kleinen Dienstsiegel werden meist auf Ausweisen angebracht, während die großen Dienstsiegel für sonstige Dokumente verwendet werden.
Straftaten
Das Beschädigen, Ablösen oder Unkenntlichmachen eines Dienstsiegels, das zur Versiegelung dient, ist als Siegelbruch nach Vergehen der Urkundenfälschung nach StGB sowie eine Straßenverkehr) stellen eine ?zusammengesetzte Urkunde? dar. Wer also das Siegel auf ein anderes Kennzeichen anbringt, kann tateinheitlich auch eine Urkundenfälschung begehen (vgl. Kennzeichenmissbrauch).
Siehe auch
• (Siegel)]
•_
• href='/studieninhalte/onlinelexikon/he/Heraldik/'>Heraldik
*[[Liste der Wappen deutscher Länder]

