Amt Steinau
Das Amt Steinau war seit 1278 ein Lehen der Fürstabtei Fulda an die Herrschaft, später Grafschaft Hanau.Bedeutung
Im Rahmen des Hanau-Münzenberger Landesteils der Grafschaft war das Amt Steinau Zentrum der Verwaltung der so genannten Obergrafschaft. Es wurde gerne als Witwensitz an die Witwen Hanauer Grafen vergegeben, die dann auf dem Schloss in der gleichnamigen Stadt Steinau an der Straße residierten.
Mit dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Philipp_Reinhard fiel das Amt ? zusammen mit der ganzen Grafschaft Hanau ? an die Landgrafschaft Hessen-Kassel aus der Anfang des 19. Jahrhunderts das Kurfürstentum Hessen wurde. Dort wurde es mit der Verwaltungsreform von 1821 großteils dem neu gebildeten Landkreis Schlüchtern zugeschlagen. 1866 wurde das Kurfürstentum nach dem Deutsch-Österreichischen_Krieg von Preußen annektiert und ist nach dem Zweiten_Weltkrieg Bestandteil Hessens geworden. Mit der hessischen Gebietsreform von 1974 wurde der ehemalige Kreis Schlüchtern dem Main-Kinzig-Kreis zugeschlagen.
Bestandteile
Bremenfeld (Wüstung)
Hundsrücker Hof
Neuendorf (Steinau) (Wüstung)
Niederndorf (Vorstadt von Steinau)
Sachsen (Wüstung)
Seidenroth
Steinau
Literatur
Engelhard, Regenerus, Erdbeschreibung der Hessischen Lande Casselischen Antheiles mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden erläutert, Teil 2, Cassel 1778, ND 2004, S. 799.
Hartmann, Ernst, Geschichte der Stadt und des Amtes Steinau a.d.Str., Steinau 1971.
Reimer, Heinrich, Historisches Ortslexikon für Kurhessen, Marburg 1926.

