Amt Kirchhundem
Das Amt Kirchhundem war eine Gebietskörperschaft im Kreis Olpe.Geschichte
Eingerichtet wurde das Amt Kirchhundem 1843/44 aufgrund der Landgemeindeordnung für die preußische Provinz Westfalen vom 31. Oktober 1841. Es hatte Bestand bis zur kommunalen_Neugliederung vom 1. Juli 1969.
Dem Amt Kirchhundem gehörten die politisch eigenständigen Gemeinden Heinsberg, Kirchhundem, Kohlhagen, Lenne, Oberhundem und Saalhausen an. An der Spitze der Amtsverwaltung stand der Amtmann (später Amtsbürgermeister), der auch die Amtsvertretung leitete. Nach dem Zweiten_Weltkrieg erfolgte eine Trennung von Verwaltungsspitze und Vorsitz der Amtsvertretung durch Einführung des Amtsdirektors und Amtsbürgermeisters.
Verwaltungssitz war Kirchhundem und zeitweise das Gut Vasbach bei Kirchhundem. 1905 wurde das Gebäude der Amtsverwaltung fertig gestellt, in dem auch die Amtssparkasse untergebracht war. Das im Jugendstil errichtete und heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist jetzt Rathaus der Gemeinde_Kirchhundem.
Die Gemeinde Saalhausen sowie die im Lennetal liegenden Orte der früheren Gemeinde Kirchhundem kamen mit der kommunalen Neugliederung 1969 zur neu gebildeten Stadt Lennestadt. Die Gemeinde Lenne bildete bis 1975 noch eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Kirchhundem, wurde dann aufgelöst und ihr Gebiet zwischen den Städten Lennestadt und Schmallenberg aufgeteilt.
Amtmänner, Amtsbürgermeister und Amtsdirektoren
Literatur
* Günther Becker und Martin Vormberg: Kirchhundem. Geschichte des Amtes und der Gemeinde., Kirchhundem, 1994.
* Martin Vormberg: 100 Jahre Rathaus Kirchhundem. Festschrift zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2005., Kirchhundem, 2005.
Siehe auch
Amt Bilstein

