Amt Grünhain
Das Amt Grünhain war eine Verwaltungseinheit des 1806 in ein Königreich umgewandelten Kurfürstentums_Sachsen und bestand von 1536 bis 1821.Geschichte
Die Ursprünge des Amtes Grünhain liegen im reichen Besitz des Grünhainer_Zisterzienserklosters, das nach Einführung der Reformation 1533 aufgelöst wurde. Im Jahr darauf taucht erstmals die Bezeichnung Klosteramt Grünhain auf. Das ehemals klösterliche Territorium war in die Hände des Kurfürstentums Sachsen gelangt. Nachdem der letzte Grünhainer Abt 1536 förmlich abgedankt hatte, ging man daran, dem neu geschaffenen Amt eine gebietsmäßig einheitlichere Gestalt zu verleihen. So gingen einige Dörfer an die Ämter Zwickau und Altenburg, über die böhmischen Besitzungen herrschte zunächst Unklarheit. Erst 1549 gingen diese in den Besitz des Böhmischen Königs Ferdinand_I. über.
Bereits 1536 legte man ein Gerichtsbuch an, das die Amtshandlungen, zunächst meist Verzichte, beinhaltete, und 1998 vom Adam-Ries-Bund in Regestenform zur Veröffentlichung gebracht wurde. Durch die oben genannten Neu- und Umordnungen der Besitzungen konnte erst 1546 ein erstes Amtserbbuch angelegt werden, das folgende Grünhainer Amtsdörfer und -städte nennt:
{|
| width="280"|
• (Erzgebirge)/'>Auerbach]
• (Erzgebirge)|Bärenstein]
•
*Gablenz
*Grüna(u)
*Grünhain
*Gu(e)nselsdorf
*Hermersdorf' target='blank'>(=Hermannsdorf])
•_
• width="280"|
*Königswalde
*Cunersdorf
*Lenkersdorf
*Leuckersdorf
*Lungwitz
*Mildenau
*Oelsnitz
*Pfaffenhain
*Raschau
*Sachsenfeld
/'>width="280"|
*(Ort)|Sehma]
•_
• (Ort)/'>Sehma]
• Schlema|Unter_Schlehm]
•_
• (summarisch für Ursprung
*Waltersdorf
*Waschleithe
*(Sachsen)/'>Zschocken]
•_
• }
Im' target='blank'>Verlaufe der Zeit änderte sich die Zusammensetzung des Amtsbesitzes. So wurde das bereits zu Klosterzeit erworbene Schlettau 1553 selbstständig, nach dem Dreißigjährigen Krieg aber wieder ins Amt einverleibt. Neben der Stadt Erzgebirgischen_Kreises und ging in seinem Kerngebiet in der Amtshauptmannschaft Schwarzenberg auf.
Literatur
* Paul Reinhard Beierlein: Das ehemalige Erzgebirgsamt Grünhain um 1700. Köln: Böhlau Verlag, 1963.
* Adam-Ries-Bund (Hrsg.): Holzordnunge im Ambte Grünhain und Schlettau Anno 1560. Annaberg-Buchholz: Quellen zur Orts- und Familiengeschichte Heft 24
* Ernst Költzsch: Das Amt Grünhain im 16. Jahrhundert - eine Zensitenliste nach den Amtserbbüchern. Kleve: Schriftenreihe der AMF, 1999.

