Ammerthal
Ammerthal ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach.Geografie
Ammerthal liegt in der Region Oberpfalz-Nord am Osthang des Fränkischen Jura, 7 km westlich von Amberg am Ursprung des Ammerbaches am Beginn des Girgl-, Pürschläger- und Götzendorfer Tales.
Es existieren folgende Gemarkungen: Ammerthal, Götzendorf
Geschichte
Ammerthal ist bereits seit 2800 Jahren besiedelt, wie Funde aus der Bronze- und Hallstatt-Zeit beweisen. Unter den Agilolfingern und Babenbergern (Babenberg = Bamberg) wurde es zu einer wehrhaften Burg ausgebaut. Seine größte Zeit endete mit Graf Heinrich von Schweinfurt, genannt Hezilo, dem die Burg Ammerthal seit 980 gehörte. 1002 unterstützte der Schweinfurter die Wahl des bayerischen Herzogs_Heinrich_IV zum König. Als Gegenleistung erhoffte er sich dessen Nachfolge als Herzog in Bayern. Nach gewonnener Wahl zerschlugen sich diese Hoffnungen sehr bald und Hezilo wechselte auf die Seite der aufständischen Gegner des neuen Königs Heinrich II. Anno 1003 wurde die Burg Ammerthal von den königlichen Truppen bestürmt und nach der Übergabe weitgehend zerstört. Danach blieb Ammerthal im Schatten der aufstrebenden Siedlung Amberg. Der Ort gehörte später zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Pfaffenhofen des Kurfürstentums Bayern. Der Malteserorden besaß hier eine Kommende. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 897, 1987 dann 1.556 und im Jahr 2000 1.978 Einwohner gezählt.
Politik
Bürgermeister ist Helmuth Wolf (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Alois Simon (CSU).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 722 T?, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 110 T?.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 115 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt in der Wohngemeinde waren insgesamt 654 Personen. Im verarbeitenden Gewerbe wie im Bauhauptgewerbe existierten je sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 28 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 357 ha (284 ha Ackerfläche und 72 ha Dauergrünland).
Bildung
Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
*Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 66 Kindern
*Volksschulen: 1 mit 6 Lehrern und 109 Schülern
Weblinks
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