Ammertalbahn
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{{BS|STR||Gäubahn nach Tübingen nach Herrenberg durch das Tal der namengebenden Ammer. Die eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke wird seit 1999 wieder im Gesamtverlauf von Personenzügen befahren.
Geschichte
Am 12. April 1909 wurde der Streckenabschnitt Herrenberg?Pfäffingen eröffnet, der Abschnitt Pfäffingen?Tübingen folgte am 1. Mai 1910. Am 25. September 1966 wurde der Personenverkehr im Abschnitt Entringen?Herrenberg stillgelegt. Auf dem Abschnitt Entringen?Gültstein wurde fortan nur noch Güterverkehr betrieben, der Abschnitt Gültstein?Herrenberg wurde schließlich 1973 abgebaut. Da die Strecke fortan von der Gesamtstilllegung bedroht war, wurde sie im Volksmund spöttisch auch als ?Jammertalbahn? bezeichnet.
Am 26. Juli 1995 wurde der Zweckverband ÖPNV im Ammertal (ZÖA) gegründet, der 1996 die Strecke von der DB abkaufte. Das einige Kilometer lange Teilstück zwischen Gültstein und Herrenberg wurde jedoch wieder aufgebaut, sodass die Strecke am 1. August 1999 im Personenverkehr auf voller Länge reaktiviert wurde.
Die eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke wurde dabei komplett modernisiert (bis 100 km/h). Die Bahnhöfe Tübingen West, Pfäffingen und Entringen sind Kreuzungsbahnhöfe mit zwei Gleisen. Der Bahnhof Entringen ist Systemkreuzungsbahnhof. In Herrenberg fahren die Züge ausschließlich vom Gleis 102 ab, in Tübingen von Gleis 1, 2 und 13. Die Strecke wird im Zugleitbetrieb befahren, der Zugleiter sitzt im Stellwerk Tübingen.
Heute (Stand: 2006) nutzen im Schnitt fast 6.500 Fahrgäste pro Werktag die Strecke.Schwäbisches Tagblatt vom 15.05.2006
Betrieb
Auf der Ammertalbahn (Kursbuchstrecke 764) verkehren rot lackierte Regio-Shuttles der DB_RAB (BR 650.0, 650.1 und 650.3), einer Tochtergesellschaft der DB Regio AG. Selten sieht man aber auch Regio-Shuttles der Hohenzollerischen_Landesbahn. Montags bis freitags wird die Strecke im Halbstundentakt bedient, am Wochenende im Stundentakt.
Während die Regio-Shuttles auf dem westlichen Linienast immer in Herrenberg enden, fahren sie von Tübingen fast jede Stunde weiter nach Plochingen. Des Weiteren bestehen werktags einige Direktverbindungen von Herrenberg bis nach Bad Urach.
Kritik
Da die Züge aus Tübingen und Herrenberg am Systemkreuzungsbahnhof Entringen stets aufeinander warten müssen, kommt es häufig zu Verspätungen. Ärgerlich ist dies vor allem für Fahrgäste, die mit der knapp geschalteten S-Bahn in Herrenberg weiterfahren möchten. Abhilfe könnte nur ein Ausbau auf Zweigleisigkeit der Strecke oder zumindest ein Begegnungsabschnitt zu bringen.
Weblinks
• Die Ammertalbahn (private Homepage) mit Forum

