Amir Peretz
Amir Peretz (; 9. März 1952 in Bojade, Marokko) ist ein israelischer Politiker und Gewerkschafter. Er ist seit Dezember 1995 Vorsitzender des israelischen Gewerkschaftsbundes Histadrut und wurde am 9. November 2005 zum Vorsitzenden der Arbeitspartei gewählt. Außerdem ist er seit dem 4. Mai 2006[http://www.haaretzdaily.com/hasen/spages/712955.html Haaretz-Daily-Artikel zur Amtseinführung] Verteidigungsminister Israels.
1973 wurde Amir Peretz im Jom-Kippur-Krieg schwer am Bein verletzt. Sein letzter Dienstgrad bei den Fallschirmjägern war Hauptmann.
1983 gewann Amir Peretz für die Arbeitspartei die Bürgermeisterwahl in Sderot und beendete damit eine lange Periode, in der die Stadt von Likud und der Nationalreligiösen_Partei (Mafdal) regiert wurde. 1988 wurde er Abgeordneter in der Knesset.
1999 verließ Amir Peretz die Arbeitspartei und gründete die Partei Am Echad, die 1999 zwei Sitze und 2003 drei Sitze errang. Im Sommer 2004 vereinigten sich Am Echad und Arbeitspartei.
Bei einer Mitgliederurabstimmung am 9. November 2005 um das Amt des Vorsitzenden der Arbeitspartei gewann Peretz mit 42,35 % gegen Amtsinhaber Schimon Peres (39,96 %) und Benjamin Ben Eliezer (16,8 %). Peretz kündigte an, die Koalition mit dem Likud aufzukündigen.
In der neuen Koalition mit der Kadima-Partei und der Rentner-Partei unter Ministerpräsident Olmert wurde Amir Peretz zum Verteidigungsminister ernannt. Nach dem aus israelischer Sicht enttäuschenden Verlauf des Libanonkriegs im Sommer 2006 büßte Peretz zunehmend an Popularität ein, wodurch sein politischer Handlungsspielraum stark eingeschränkt wurde. Der von der israelischen Regierung eingesetzte Untersuchungsausschuss_zum_Libanonkrieg_2006 konstatierte ihm zusätzlich, er sei bei Ausführung seines Amtes während des Krieges gescheitert.Süddeutsche Zeitung: [http://www.sueddeutsche.de/,tt1l1/ausland/artikel/226/112114/ Heftige Vorwürfe gegen Olmert "Schwerwiegendes Versagen"] 30 April 2007
Weblinks
• Artikel Der erste Marokkaner. Der Chef der israelischen Arbeitspartei - ein Porträt von Ilan Pappe, Le Monde diplomatique, 13. Januar 2006
• What is left of Amir Peretz? (Ha'aretz, 27. Oktober 2006)
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Quellen
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