Amir Khusro
Abul Hasan Yaminuddin Khusro, genannt Amir Khusro Dahlavi, (Hindi: ???? ????? ?????, ; indisch-persischer Dichter und Musikwissenschaftler.Leben
Manche Biographen vermuten Patiala im Fünfstromland Punjab als seinen Geburtsort. Sein Vater, Amir Saifuddin, soll von den Ethnien der Hazara oder Turkmenen abstammen und war ein Fürst von Balch (heute afghanische Provinz). Seine Familie und die Familie des bekannten persischen Sufis Dschalal ad-Din Rumi sollen beinahe zu gleicher Zeit, Anfang des 13. Jahrhunderts, wegen der Unruhen das Gebiet um Balch verlassen haben. Während die Familie von Rumi sich schließlich in Konya (damalige Region Rum, heute Türkei) niederließ, siedelte sich Amir Saifuddin in der Nähe der Stadt Delhi an.
Aus der Ehe zwischen Amir Saifuddin und der Tochter von Emadul Mulk, einer gebürtigen Inderin, stammt Amir Khusro. Nach dem Tod seines Vaters war sein Großvater mütterlicherseits für seine Erziehung und seinen Unterricht zuständig. Seitdem wohnten sie in einem Vorort von Delhi.
Achtjährig schulte seine Mutter Khusro in der Meditationsschule des Gelehrten Nezamuddin Auliya (auch Nizamuddin) ein. Für Khusro war Nezamuddin Auliya lebenslang der spirituelle Mentor.
Einige seiner 92 Bücher, Abhandlungen und Aphorismen in den Sprachen persisch, Urdu und Hindi lauten: ?Taj ul Fatah? (Krone des Sieg), Tughlaq Nama (Buch über Tughlaq), die Liebesgeschichten von ?Schirin und Khossrau? und ?Leila und Majnun? sowie Abhandlungen über "Panj Ganj" (Fünf Schätze- die fünf Werke von Nezami).
Amir Khusro ist nicht nur ein Dichter der Sprachen Zentralasiens, sondern auch einer der bedeutendsten Musikwissenschaftler Indiens. Er ist der Erfinder des Raga Khyal (Khyal=Traum), der dritten Hauptrichtung der indischen_klassischen_Musik sowie von Naht und Qawwali, religiöse Gesänge mit und ohne Musikinstrumente sowie Lieder wie Tarana und Naqsch o Gul (wörtl. Muster und Blume). Nach der Überlieferung soll er der Erfinder der Tabla gewesen sein. Er soll zur Verfeinerung von Musikinstrumenten z.B. Sitar und Kamancha beigetragen haben, so dass sie nicht mehr aus Kürbissen, sondern aus Holz gebaut wurden. Er belebte somit die Musik in den islamischen Sultanaten in Indien wieder.
Seine Musik und Dichtung sind volks- und naturnah. Z.B. ?Daria-Tala? (Flusstakt) und ?Dunia-Taal? (Welt- und Wesenstakt) sind von Ausdrücken, Tönen, Melodien und Rhythmen geprägt, die in der Natur, in den Werkstätten und Bazaren vorkommen. So entwickelte er z.B. aus den erzeugten Tönen des Instruments zur Auflockerung von Baumwolle seine "Dunia-Taal" wie [Dang], [Dang] [Dass] "jahan am rafft" (meine Welt entging oder mein Wesen verging).
Im Jahre 1325, nach dem Tode seines Mentors Nezamuddin Auliya, starb Khusro in Delhi. Sein Grab befindet sich in der Nähe des Grabes seines Mentors.
Indien veranstaltet Musikveranstaltungen aus Anlass des Geburts- und Todestages von Amir Khusro, der als "Sultan der Herzen" berühmt ist. Sein Grab ist ein bedeutender Wallfahrtsort in Indien.
Weblinks
• Amir Khusro Dahlaviaz:?mir Xosrov D?hl?vi

