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Amerikanischer Traber
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American Standardbred
Das
American Standardbred oder
Amerikanischer Traber ist eine US-amerikanische Pferderasse und stellt heute leistungsmäßig die bedeutendste Traberrasse weltweit dar.
Widerrist, sowie der lange, etwas matte Rücken und die häufig schwache Nierenpartie weisen auf seine bedingte Eignung als Reitpferd hin. Die Kruppe ist ausgeprägt muskulös, schräg und lang und häufig stark überbaut. Bei häufig leichten Fehlstellungen zeichnen sich die Beine des Standardbred jedoch als trocken und hart mit guten Hufen aus. Die gerade Hinterhand unterstützt die Veranlagung zu beeindruckenden Trabtritten mit einem Höchstmaß an Schubkraft.
Da der American Standardbred für Trab- und Passrennen gezüchtet wird, liegt der Schwerpunkt auf dem Renntrab mit langer Schwebephase beziehungsweise extrem förderndem Pass und in jedem Fall einem enormen Schub aus der Hinterhand. Der Schritt ist nicht sehr raumgreifend, der Galopp schwankend und unterentwickelt.
Als typische Rennpferde sind sie ausdauernd, schnell, mutig und sehr nervenstark.
Im Gegensatz zum französischen und russischen_Traber, ist der amerikanische frühreif. Das heißt, er ist bereits als Zwei- und Dreijähriger auf der Rennbahn zu sehen ist, was natürlich die Investitionen der Züchter bis zum ersten Renneinsatz beträchtlich senkt. Aus Sicht der Tierschützer ist es jedoch als sehr fragwürdig einzustufen.
Die Rasse des American Standardbred ist vergleichsweise jung und wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts ausschließlich für Trab-_und_Passrennen gezüchtet. Sie wurde erst 1879 offiziell durch die Verabschiedung eines Regelwerkes der amerikanischen Züchterschaft gegründet. Der Name rührt aus dem Regelwerk her, da dort die Leistungsdaten beschrieben sind, die ein Pferd zur Eintragung berechtigen. Als Standard wurde hier eine Eigenleistung von 2:30 min. auf der Meile für Traber und 2:25 min. auf der Meile für Passer festgeschrieben. Ursprüngliche wurden die verschiedensten Kutschpferde zur Zucht herangezogen.
Der züchterische Ursprung der Rasse lässt sich jedoch weiter zurückverfolgen. In Amerika waren Trab- und Passrennen schon früh populär und damit auch die, für diesen Sport geeigneten Pferde. Speziell in den Regionen Virginia und Rhode Island, sowie Kanada wurden Pferde gezüchtet, die sowohl unter dem Sattel als auch vor dem leichten Wagen geprüft wurden.
Als Linienbegründer der Rasse wird der Hengst Hambletonian aufgeführt, der über den Vollblüter Messenger auf den Hengst Darley Arabian zurückgeht, der einer der Begründer der Rasse der Englischen Vollblüter war. Es stellte sich heraus, dass die meisten Pferde, die die definierten Standards erfüllten, von Hambletonian abstammten, interessanterweise hätte der Stammvater fast aller Standardbreds selbst die Standards nicht erfüllt. Die einzige Zeit über die Meile, die von ihm bekannt ist, ist ein Testrennen, das er in 2:48 Minuten beendete. Er lief nie in seinem Leben ein offizielles Rennen. Trotzdem war Hambledonian ein extrem gefragter Deckhengst, der in einem Jahr angeblich 217 Fohlen gezeugt haben soll. Hambletonian hinterließ in der Zucht mehr als 1.300 Fohlen und verstarb im Alter von 27 Jahren.
Durch die Strategie einer engen Linienzucht und einer konsequenten Selektion wurde der Typ des leichten Rennpferdes geschaffen.
Im Gegensatz zu Europa, wo überwiegend Trabrennen gelaufen werden, werden in den USA auch viele Passrennen gelaufen. Etwa zwei Drittel der American Standardbreds sind daher auf den Rennpass und nicht auf den Trab gezüchtet.
Siehe auch:
Liste der Pferderassen
Weblinks
• Hauptverband für Traber-Zucht und -Rennen e.V. (HVT)