Ambrosini Saggittario II
Auf der Basis der Ambrosini Super S-7, eines kolbenmotorgetriebenen Schulflugzeuges, entwickelte man bei Ambrosini Anfang der fünfziger Jahre einen leichten Abfangjäger mit Strahltriebwerk. Als Antrieb sah man zunächst die französische Leichtturbine Turbomeca Marbore II vor. Die als Saggittario bezeichnete Maschine erhielt als erste italienische Konstruktion einen 45°-Pfeilflügel.
Nach umfangreichen Versuchen, zunächst noch mit einem Alfa-Romeo-Kolbenmotor im Bug, startete das Muster als Strahljäger am 5. Januar 1953 zu seinem Erstflug. Da sich Festigkeistprobleme mit dem Rumpf in Holzbauweise ergaben, wurde ein Ganzmetall-Halbschalenrumpf entwickelt und für diesen auch das stärkere Rolls-Royce Derwent-Triebwerk vorgesehen; ebenso erhielt die Maschine nun ein Bugradfahrwerk und einen Schleudersitz. Das so verbesserte Muster ging nach Fertigstellung als Saggittario II in Erprobung.
Trotz umfangreicher Verkaufswerbung fanden sich jedoch weder ausländische Kunden noch interessierte sich die italienische Luftwaffe für diesen Typ. Nach der Neuorganisation der Firma als Aerfer wurde das Muster mit Zusatz-Raketenantrieb noch einmal als Aerfer Ariete angeboten, konnte sich aber auch nicht durchsetzen, so dass das Programm schließlich eingestellt wurde.

