Gustinus Ambrosi
Gustinus Ambrosi (24. Februar 1893, Eisenstadt; ? 1. Juli 1975, Stallhofen) war ein österreichischer Bildhauer und Lyriker.Leben
Geboren wurde Gustinus Ambrosi als Sohn eines k.u.k. Hauptmannes der Infanterie in Eisenstadt, der 1894 nach Sankt Pölten und 1899 nach Prag versetzt wurde. Als Siebenjähriger erkrankte Gustinus an Gehirnhautentzündung und war daraufhin zeitlebens taub. Nach vier Jahren Aufenthalt in einer Taubstummenanstalt in Prag, erlernte er ab 1908 in Graz das Steinmetz und Goldschmiedehandwerk. Bereits mit seinem erstem Werk "Der Mann mit dem gebrochenen Genick" hatte er Erfolg. Nach dem Tod seines Vaters übersiedelte er zu seiner Mutter nach Wien, wo er auch seine spätere Frau Beata kennenlernte. 1913 verlieh ihm Kaiser Franz Josef I. ein Staatsatelier auf Lebenszeit. Ambrosi schuf etwa 2300 bildhauerische Werke, meist im Stile Rodins und betätigte auch als Lyriker. 1951 beschloß der Ministerrat für ihn ein Museum zu errichten, das jedoch erst im Herbst 1978 im Wiener Augarten verwirklicht wurde.
1975 setzte er durch Selbstmord seinem Leben ein Ende.
Bekannte Werke
* Der Mann mit dem gebrochenen Genick (1913)
* Meer und Erde (1914)
* Die Blüte
* Der ewige Frühling
* Eva nach dem Sündenfall (1923)
* Phaedrus (1953)
Quellen
* Franz Renisch: Gustinus Ambrosi, Eigenverlag, ISBN 3-9500018-0-8
Weblinks
*
• Atelier-Augarten

