Ovamboland
Das Ovamboland (auch: Owamboland, früher Amboland) ist eine historische Landschaft in Südwestafrika und Heimat des Volks der Ovambo (Namibia). Der Begriff aus der deutschen Kolonialzeit und der Zeit der südafrikanischen Besatzung.
Auf namibischer Seite (frühere deutsche Bezeichnung: Südliches Amboland) ist das Ovamboland heute in folgende 4 Regionen gegliedert:
Oshikoto,
Ohangwena,
Omusati und
Oshana.
In diesen Regionen lebt etwa die Hälfte der namibischen Bevölkerung (über 900.000), und dementsprechend ist hier die Bevölkerungsdichte des ansonsten sehr dünn besiedelten Landes am höchsten.
Vom südlichen Namibia ist das Ovamboland durch die sogenannte Red Line, die Rote Linie, getrennt. Dieser Zaun soll die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche und der Rinderpest verhindern.
Literatur
*Johannes Paul: Wirtschaft und Besiedelung im südlichen Amboland. In: Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Museums für Länderkunde zu Leipzig, N. F. 2, 1933. Mit Literaturangaben.
*Nick Santross, Gordon Baker, Sebastian Ballard: Namibia Handbook. Bath (England): Footprint Handbooks, 2001. Dritte Auflage. ISBN 1-900949-91-1 (Seiten 177 ff.)
*Vedder, Heinrich: Südwestafrikas Geschichte bis zum Tode Mahareros 1890: 1.Teil: Namaland and Hereroland, Amboland. Kapitel 1: Entdeckung and Erforschung. SWA Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhuk, 1973, p. 18-40
Weblinks
• Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 38f: Amboland
• Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 375 f.: Sorghumhirse
• Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 50: Karl Johan Andersson
• Hans Schinz, Botanist in Südwestafrika und Zürich
• Karte mit Bevölkerungsverteilung in Namibia (1995)

