Amberger Lokalbahnen
Die Amberger Lokalbahnen sind ein typisches Beispiel für die Politik der Bayerischen_Staatsbahnen beim Bau von Nebenstrecken. Aus Sparsamkeitsgründen verzichtete man darauf, Querverbindungen von einer Haupteisenbahnstrecke zur anderen herzustellen. Vielmehr errichtete man Stichbahnen, die das Umland einer Stadt erschließen sollten. Im Falle der Stadt Amberg wären Eisenbahnen in die nächsten Städte Weiden in der Oberpfalz oder Neumarkt in der Oberpfalz sinnvoller und ? auf die Dauer ? wohl auch wirtschaftlicher gewesen. Stattdessen kam es nur zum Bau von drei Bahnen mit einer Länge von jeweils 20 bis 28 Kilometern, die im Volksmund liebevoll ?Hirschauer Bockel? oder ?Lauterhöfer Bockel? genannt wurden.Über deren Linienführung hatte es ? oft jahrelangen ? Streit der betroffenen Städte und Gemeinden gegeben, der bis in den Bayerischen Landtag hineingetragen wurde. Immerhin wurde auf die Grenzen des Bezirksamtes Amberg keine Rücksicht genommen. So gehörte Schmidmühlen zum Bezirksamt Burglengenfeld sowie Kastl und Lauterhofen zum Bezirksamt Neumarkt.
Im Laufe der Zeit versuchte man, mit Hilfe von Omnibussen doch noch durchgehende Linien zu realisieren.
Lokalbahn Amberg?Schnaittenbach
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Obwohl bereits im Jahre 1904 die gesetzliche Grundlage für die Lokalbahnstrecke geschaffen worden war, die Amberg entlang der Vils mit Schmidmühlen verbinden sollte, kam es wegen zahlreicher Auseinandersetzungen über Detailfragen, aber auch über eine geplante Verlängerung nach Hohenburg im Lauterachtal zu erheblichen Verzögerungen. Der erste Abschnitt bis Ensdorf, der im Bahnhof Drahthammer von der Strecke nach Lauterhofen abzweigte, konnte erst am 1. Mai 1910 eröffnet werden. Der zweite Teil folgte dann am 18. Dezember 1910. Damit war die Gesamtstrecke 21 km lang; jedoch begannen alle Personenzüge bereits in Amberg, so dass die Fahrt noch um 2 km länger war.
Auch hier verstärkten bereits in den fünfziger und sechziger Jahren Bahnbusse das Angebot für die Reisenden, so dass der Personenverkehr auf der Schiene am 1. Juli 1966 eingestellt wurde. Der Güterverkehr hielt sich wesentlich länger; jedoch nur für einen Kunden ? das zur Maxhütte gehörende Kalkwerk in Vilshofen. Hier fuhren zeitweise schwere Güterzüge, die drei Diesellokomotiven der VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE

