Zurückgebogener Amarant
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Amaranthus retroflexus
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| class="Person" | L.
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Der Zurückgebogene Amarant (Amaranthus retroflexus) wird auch Zurückgekrümmter Fuchsschwanz genannt und ist eine Art in der der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). In Mitteleuropa häufiges sogenanntes ?Unkraut?, es ist selbstverständlich ein Wildkraut, in Mais- und Zuckerrübenfeldern, Haus- und Gemüse-Gärten sowie Weinbergen.
Pflanzenbeschreibung
Es ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 15 cm und 100 cm (meist etwa 30 bis 40 cm) erreicht. Sie wächst aufrecht und die Stängel sind meist aufrecht abstehend verzweigt. Der Stängel ist flaumig-zottig bis kurz behaart und manchmal insbesondere im unteren Teil mit rötlichen Streifen überlaufen. Die Farbe der Pflanze kann blass-grün, grasgrün oder bläulichgrün sein. Der obere Teil der dicken Wurzel ist oft rötlich oder rosa gefärbt.
Die wechselständigen Laubblätter sind rhombisch bis oval und lang gestielt. Von der Mittelrippe der Blätter gehen mehr oder weniger parallele Seitenrippen ab.
Die Blüten sitzen in dichten, grünlichen, endständigen, trauben- bis ährenartigen Blütenständen. In den Blattachseln sitzen weitere, kleinere Blütenstände. Die Blütenstände sind aufrecht oder an der Spitze geneigt. Die Einzelblüten besitzen meist fünf Perigonzipfel. Die Perigonzipfel der weiblichen Blüten verbreitern sich nach der Blüte vorne und werden von der Form her spatelförmig und vorne ausgerandet oder gestutzt, manchmal auch mit einer kleinen Stachelspitze. Auch die etwa 5 mm langen Vorblätter der Blüten sind steif und bespitzt. Hierdurch fühlen sich die Blütenstände rau bis stachelig an. Die Frucht ist eine Kapselfrucht, die sich oben mit einem tellerförmigen Deckel öffnet. Die Blütezeit ist von Juli bis September.
Verbreitung und Standortansprüche
Der Zurückgebogene Amarant stammt aus den gemäßigten und wärmeren Gebieten des östlichen und zentralen Nordamerikas (nordöstliches Mexiko bis Kanada). Er wurde inzwischen auf alle Kontinente verschleppt, nach Europa im 18. Jahrhundert (siehe auch: Neophyt). Der erste Nachweis in Deutschland stammt aus dem Jahr 1815.
Er wächst als ?Unkraut? in Weinbergen, auf Äckern, in Gärten oder an Wegrändern und ist eine Charakterpflanze stickstoffreicher Hackfrucht-Unkraut-Gesellschaften. Außerdem kommt er an den Ufern von Flüssen vor, da die Samen sich leicht über das Wasser verbreiten können.
Quellen
Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-0601-2539-2
* Otto Schmeil, Jost Fitschen, Werner Rauh: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. 84. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.
• Neoflora (Bundesamt für Naturschutz)
• Flora of North America
Weblinks
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