Amanitenmomide
Amanitenmomide war ein nubischer König, der wohl im ersten nachchristlichen Jahrhundert regierte.
Er ist bisher nur von seiner Pyramide Beg._N17_in_Meroe bekannt. Der Bau ist mit einer Fläche von 8.6 m mal 8.6 m relativ klein. Vor der Pyramide stand eine Kapelle, deren Dekoration Richard Lepsius abbaute und nach Berlin verbrachte. In dem unterirdischen Teil der Anlage fand man noch Reste von drei Skeletten. Zwei von ihnen gehören Frauen, das dritte einem ca. 30 jährigen Mann. In ihm werden die sterblichen Überreste des Königs vermutet. Amanitenmomide trug einen nach ägyptischen Vorbild und in ägyptischen_Hieroglyphen geschriebenen Thronnamen: Nebmaatre.
Siehe auch
Liste der nubischen Könige
Literatur
* Inge Hofmann, Beiträge zur meroitischen Chronologie, St. Augustin bei Bonn 1978, S. 139, ISBN 3921389801
*Laszlo Török, in: Fontes Historiae Nubiorum, Vol. III, Bergen 1998, S. 914-916, ISBN 8291626073
Weblinks
• Foto der Pyramide im Chicago Oriental Institute Archive

