Amalia Wilhelmine von Braunschweig-Lüneburg
Amalia Wilhelmine (21. April 1673; ? 10. April 1742) war Tochter von Johann_Friedrich von Braunschweig-Lüneburg und Benedikte Henriette sowie Gemahlin von Kaiser Josef_I.Anlässlich ihrer Hochzeit 1699 komponierte Reinhard Keiser (1674-1739), "Cammer-Componist" im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und später Kapellmeister in Hamburg, die Oper "Hercules und Hebe". Dieses Bühnenwerk wurde, wie seinerzeit bei großen Anlässen üblich, an wichtigen kulturellen Zentren in Europa aufgeführt. -
Sie wurde von ihrer Mutter katholisch erzogen und wuchs dann bei ihrer Tante Louise Hollandine in Maubuisson auf. 1693 kam sie nach Hannover zurück. Zunächst gegen den Willen seiner Mutter Eleonore von Pfalz-Neuburg warb Josef bereits früh um sie. Sie galt als ausgesprochene Schönheit, aber auch als sehr fromm.
Danach steckte sie ihr Mann mit einer Geschlechtskrankheit an und sie wurde unfruchtbar, was katastrophale Auswirkungen auf die Dynastie hatte. 1711 wurde sie Witwe und ihre Schwiegermutter Regentin. Bei ihrem Schwager und Nachfolger ihres Mannes, Karl_VI. setzte sie die Anerkennung ihrer beiden Töchter in der Thronfolge durch, die jedoch hinter dessen Tochter zurückstanden. Anfänglich unterstützte sie ihren Schwiegersohn in Bayern, zog sich dann allerdings ins Privatleben zurück.
Nachkommen
Die Ehe mit Josef war glücklich, geriet aber im Laufe der Jahre angesichts der vielen Mätressen immer mehr in die Krise. Sie bekamen drei Kinder:
Maria_Josepha (1699-1757)
* Leopold Josef (1700-1701)
Maria_Amalie (1701-1756)

