Amaichá del Valle
Amaichá del Valle (der Akzent wird nicht ausgesprochen) ist eine argentinische Kleinstadt im Westen der Provinz Tucumán. Sie liegt am Osthang des Tals Valle Calchaquí 20 km nördlich von Santa María del Yokavil und ist vor allem für ihr Pachamama-Fest im März, eines der größten folkloristischen Veranstaltungen Argentiniens, bekannt.
Eine Besonderheit besteht darin, dass die Stadt neben dem regulären Bürgermeister von einem Indianer-Rat regiert wird.
Bevölkerung
Der Ortskern von Amaichá hat 1.139 Einwohner. Zählt man jedoch die sehr dicht besiedelte Umgebung mit den Ansieldlungen Amauta und Dique Los Zazos am gleichnamigen Stausee dazu, erhöht sich die Einwohnerzahl auf etwa 5.000. Ein Großteil der Einwohner sind Indianer der Diaguita-Calchaquíes - Ethnie sowie Mestizen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das Pachamama-Fest im März ist das größte Fest dieser Gottheit in Argentinien. Es wird auf zwei verschiedene Arten gefeiert: Einmal gibt es in einem Festival-Gelände Konzerte von Folkloregruppen, zum anderen finden parallel dazu zahlreiche traditionellere Veranstaltungen wie Prozessionen und Festtänze sowie der fast nur bei Einheimischen beliebte Pachamama-Ball in Los Zazos, bei dem sich die Anwesenden nach nordwestargentinischer Tradition mit Mehl und Eiern bewerfen, statt.
Das Museo de la Pachamama ist eines der größten Museen für indianische Kultur in Argentinien. Ausgestellt werden neben traditionellen Kunstwerken und Werkzeugen auch die Lebensweise der präkolumbischen Völker sowie die geologischen Gegebenheiten in der Region. Der Bau ist in einer Neufassung der traditionellen indianischen Steinarchitektur gehalten.
Im Zentrum von Amaichá gibt es einige Häuser im Kolonialstil, jedoch keine größeren Gebäude. Nahe Amaichá liegt auch die bekannteste archäologische Fundstätte Argentiniens, die Befestigungsanlage_Quilmes.
Wirtschaft
Amaichá del Valle lebt vor allem vom Weinbau und vom Tourismus, der sich vor allem auf die Sommermonate sowie auf das Fest der Pachamama am Ende der Saison konzentriert. Weiterhin gibt es zahlreiche landwirtschaftliche Kleinbetriebe.
Weblinks
• Touristische Informationen bei Turismo en Tucumán (spanisch)

