Amagiri
Die Amagiri (jap. ??) war ein japanischer Zerstörer der Fubuki-Klasse. Sie wurde am 28. November 1928 in der Ishikawajima-Werft in Tokio auf Kiel gelegt. Der Stapellauf fand am 28. Februar 1930 statt und am 10. November 1930 wurde sie in Dienst gestellt.
Zunächst nahm sie vor allem an Gefechtsübungen teil. 1934 wurde sie gemeinsam mit anderen japanischen Schiffen in einem Sturm in der Korea-Straße leicht beschädigt. Der Zerstörer nahm am Zweiten_Chinesisch-Japanischen_Krieg teil und wurde der 20. Zerstörerdivision zugeteilt.
Im Zweiten_Weltkrieg nahm das Schiff im Dezember 1941 an der erfolgreichen japanischen Landung in Singora, Thailand auf der malaiischen Halbinsel teil.
Im Januar 1942 griff sie vor Malaya zwei britische Zerstörer an, wobei sie die HMS Thanet versenken konnte. Im Februar unterstützte sie die japanische Landung auf Java. Im April wurde sie der südlichen Gruppe der Unterstützungskräfte bei der Operation_C, Angriffe auf alliierte Schifffahrt entlang der Ostküste von Indien, zugeteilt. Am 6. April 1942 konnte die Amagiri gemeinsam mit der Schweren_Kreuzern Mikuma und Mogami drei alliierte Handelsschiffe vor der indischen Küste versenken. Danach wurde sie der Hauptflotte zugeteilt, die unter Admiral Yamamoto in der Schlacht um Midway den Amerikanern unterlag. Im August lief sie zu den Salomonen, um die amerikanische Landung auf Guadalcanal zu bekämpfen. Sie war sehr aktiv in der Schlacht um Guadalcanal, bei den Gefechten in den zentralen Salomonen und nahm auch an der Schlacht im Kula-Golf teil.
Am 2. August 1943, als sie Verstärkungstruppen nach Vila brachte, rammte sie das Motortorpedoboot PT-109 und bekämpfte einige andere Motortorpedoboote in der Blackettstraße südlich von Kolombangara. Dadurch erreichte sie eine gewisse Bekanntheit, da der Kommandant des PT-109 der damalige Leutnant und spätere Präsident John F. Kennedy war.
In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1943 war sie wiederum unterwegs, um Verstärkungstruppen nach Bougainville zu bringen. In der darauf folgenden Schlacht bei Kap St. George konnten sie den amerikanischen Zerstören entkommen.
Am 23. April 1944 fuhr sie vor Borneo auf eine Mine und sank.
Wo das Wrack der Amagiri genau liegt, war sehr lange unbekannt, bis es am 10. Oktober 2003 nach langer Suche von einem Tauchteam der MV Empress entdeckt und erforscht wurde.

