Amadeu Antonio Kiowa
Amadeu Antonio Kiowa (? 1990 in Eberswalde) war ein aus Angola stammender Arbeiter, der in der brandenburgischen Stadt Eberswalde lebte, bis er in der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 von einer etwa 50 Mann starken Gruppe Neonazis brutal zusammengeschlagen wurde. Der 28-jährige Kiowa erwachte nicht mehr aus dem Koma und erlag zwei Wochen später den Folgen seiner schweren Verletzungen. Zwei von der gleichen Gruppe angegriffene Mosambikaner konnten schwer verletzt flüchten.Von den jugendlichen Tätern wurden fünf 1992 vom Bezirksgericht Frankfurt/Oder zu maximal vierjährigen Haftstrafen verurteilt, einige nur zu Bewährungsstrafen. Es war nicht nachzuweisen, wer die tödlichen Schläge ausgeführt hatte.
Zur Erinnerung an den Mord und zum Kampf gegen rechtsextreme Gewalt wurde 1998 die Amadeu Antonio Stiftung gegründet. Der Lyriker Konstantin Wecker schrieb eine Ballade über die Gewalttat.
Weblinks
• Amadeu Antonio Stiftung
• Gedenkfeier 2005
• Bericht des ARD-Magazins Panorama zu Gedenken und Verdrängung

