Amöneburger Lateinwochen
Die Amöneburger Lateinwochen werden von dem Verein Europäische Lateinwochen e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main seit 1989 jährlich in Amöneburg bei Marburg unter dem Motto Lateinisch sprechen - römisch kochen veranstaltet.Ziel
Das Ziel der Amöneburger Lateinwochen ist, Menschen aus allen Teilen der Welt, die Latein lernen oder gelernt haben, an den aktiven Gebrauch dieser Sprache heranzuführen und zu zeigen, dass Latein als Verständigungsmittel dienen und auch Spaß machen kann. Das Angebot ist besonders auf Schüler und Studenten zugeschnitten.
Programm
Das Programm beinhaltet einen lateinischen Sprachkurs in kleinen Gruppen bis zu ca. 10 Teilnehmern, der sich an dem in den Lateinwochen entwickelten Buch Piper Salve orientiert. Daneben wird einmal ein römisches Festmahl nach antiken Rezepten zubereitet und eine Exkursion veranstaltet. Bisherige Exkursionen hatten z.B. Marburg, Kassel, Fulda, das Kastell Saalburg etc. zum Ziel.
Moderatoren
Jede Lateinwoche wird von 4-6 Moderatoren betreut, die selbst erfahrene Lateinsprecher sind. Die Moderatoren leiten die Gruppen, in denen über verschiedene Themen und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden lateinisch gesprochen wird.
Teilnehmer
An jeder Lateinwoche nehmen ca. 35-45 Teilnehmer im Alter ab ca. 14 Jahren aus ganz Europa teil. Um auch Schülern und Studenten aus ärmeren Regionen Europas - insbesondere aus Osteuropa - eine Teilnahme zu ermöglichen, wurden die Stipendia Latina ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine finanzielle Beihilfe, die auf Antrag gewährt werden kann und die aus Spenden finanziert wird.
Geschichte
Unter der Schirmherrschaft des European Language Institute (ELI) aus Recanati wird 1989 die erste Amöneburger Lateinwoche durch Mechtild Hofmann und Robert Maier veranstaltet. 1991 wurde dann die Europäischen Lateinwochen e.V. zur Betreuung der Lateinwoche gegründet. Im Reclam-Verlag erscheint im gleichen Jahr das von Robert Maier übersetzte und herausgegebene römische Kochbuch des Apicius. Des Weiteren entsteht die Urversion von Piper Salve, welches 1999 beim Klett-Verlag und dem ELI erscheint. 1993 wird zusätzlich eine Lateinwoche in Lyon veranstaltet. Die erstmalige Vergabe eines Stipendium Latinum wird zwei Jahre darauf an eine rumänische Schülerin durchgeführt. Im darauffolgenden Jahr übernimmt Thomas Gölzhäuser von Robert Maier den Vorsitz der Europäischen Lateinwochen e.V. und die Organisation der Lateinwochen. Im Jahr 2006 feiern die Amöneburger die 18. Lateinwoche.
Weblinks
• Europäische Lateinwochen e.V.

