Amöneburg
Amöneburg ist eine Landkreis Marburg-Biedenkopf. Sie liegt auf einem Berg rings um die gleichnamige Burg Amöneburg. Die Stadt hat ursprünglich Ihren Namen von dem in der Nähe vorbeifliessenden Fluss Ohm und von der auf der Kuppe des ehemaligen Vulkans liegenden Burg.Geografie
Geografische Lage
Amöneburg liegt auf einem weithin sichtbaren Basalt-Kegel über der Ohm, einem linken Nebenfluss der Lahn. Vom Vogelsberg-Massiv im Südosten ist Amöneburg durch die Senke des Amöneburger Beckens getrennt. Im Südwesten erheben sich die Lahnberge.
Nachbargemeinden
Amöneburg grenzt im Norden an die Stadt Kirchhain, im Osten an die Stadt Stadtallendorf (beide im Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Südosten an die Stadt Homberg (Ohm) (Vogelsbergkreis), sowie im Westen an die Gemeinde Ebsdorfergrund (Landkreis Marburg-Biedenkopf).
Gliederung
* Erfurtshausen
* Mardorf
* Roßdorf
* Rüdigheim
Wappen
Das Stadtwappen zeigt ein der katholischen Tradition der Gemeinde entsprechendes Motiv: den Heiligen Martin beim Zerteilen seines Mantels, den er einem abgebildeten Frierenden zukommen lassen will.
Geschichte
von Matthäus Merian 1655]]
Bodenfunde belegen, dass das Gebiet schon in der jüngeren Steinzeit besiedelt war. In der keltischen Zeit wird eine Stadtsiedlung (oppidum) vermutet. Im Jahre 721 errichtete Bonifatius unterhalb der Burg Amöneburg ein kleines Kloster und eine neue Kirche bzw. widmete er eine iro-schottische Vorgängerkirche um.
Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts gehörten große Teile Hessens zur Landgrafschaft Thüringen und danach ab 1247 zur Landgrafschaft Hessen, die beide bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts mit dem Erzbistum Mainz um die Vorherrschaft in Mittel- und Nordhessen wetteiferten. Auch nachdem die Landgrafen schließlich 1427 den endgültigen Sieg davongetraten hatten, verblieben Kurmainz noch einige Besitzungen als Enklaven in hessischem Gebiet. Dazu gehörte auch der Sprengel Amöneburg bis zum Jahr 1803. Als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 wurde Amöneburg mit den anderen ehemaligen Mainzer Enklaven Fritzlar, Naumburg und Neustadt zum sog. Fürstentum Fritzlar vereinigt und dem neuen Kurfürstentum Hessen-Kassel einverleibt. Mit der Annexion von Hessen-Kassel durch Preußen im Jahre 1866 wurde auch Amöneburg preußisch.Der rechteckige Marktplatz des Ortes Amöneburg wurde in dieser Form im 18. Jahrhundert angelegt. Sehenswert ist außerdem der ?Mainzer Hof? mit Scheune und Herrenhaus am Lindauer Tor.
Die benachbarte Kirche ist eine neugotische Basilika. An ihrer Nordseite steht der gedrungene Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert mit barocker Haube.
Um die Bergkuppe verläuft die größtenteils erhaltene Stadtmauer; ein Rundweg bietet eine gute Aussicht auf das Umland.
Am südöstlichen Fuß des Felsens liegt die ?Brücker-Mühle? mit alter steinerner Ohmbrücke, die ein historisch wichtiger Straßenübergang war. Bekannt wurde sie durch das Gefecht der Hessen, Hannnoveraner und Braunschweiger gegen die Franzosen im Jahr 1762 im 7-jährigen_Krieg, an das ein barocker Obelisk auf dem Hof des Brücker-Wirtshauses erinnert. Bei dem 14-stündigen [http://www.hessen-militaer.de/amoeneburg.htm Kampf am 21. September 1762] gab es 527 Tote und 1363 Verletzte auf beiden Seiten, jedoch keinen Gewinner. Einige Wochen danach wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet.
Wüstungen
Um Amöneburg herum finden sich die wüsten, seit langem aufgegeben historischen Ortschaften Brück, Brunsfort, Gerende, Heuchelheim, Lindau, Radenhausen und Wanehusen.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
{| class="prettytable"
|--- class="hintergrundfarbe6"
|colspan="2" | Parteien und Wählergemeinschaften
|align="center" | %
2006
|align="center" | Sitze
2006
|align="center" | %
2001
|align="center" | Sitze
2001
|----
|CDU
|Christlich Demokratische Union Deutschlands
/'>align="right" |45,2
|align="right" |14
|align="right" |45,5
|align="right" |14
|----
|SPD
|Biedenkopf ? Alsfeld) vorbei (mit Anschluss an die B_454 nach Schwalmstadt und die B_3 Richtung Marburg. 5 km nördlich von Amöneburg hat man von Kirchhain aus Anschluss an das Bahnnetz.
Regelmäßige Veranstaltungen
* Kirchweihfest (jährlich: letztes Augustwochenende, Veranstalter: örtliche Vereine)
Amöneburger Lateinwochen (jährlich: in den hessischen Sommerferien)
* Kurzfilm-Festival Open Eye auf dem Burgruinen-Gelände (jährlich mittleres Juliwochenende)
* Erfurtshäuser Kirchweihfest: (zweites Wochenende im Juli)
Museen
*Das Museum Amöneburg bietet: Vor- und Frühgeschichte des Amöneburger Beckens, Agrargeschichte, Mittelalterliche Befestigungen und Grabungsfunde, Modelle und Dioramen mit erläuternden Schriften. Im Dachgeschoss gibt es ein Naturschutz-Informations-Zentrum.
Persönlichkeiten
Johannes Ferrarius, (* um 1486 in Amöneburg; ? 25. Juni 1558 in Marburg) war ein Religionsgelehrter, Jurist und erster Rektor an der Universität Marburg.
Benno Kummer, 1924 - 2007, Anatomieprofessor in Frankfurt am Main
Eduard Schick, Bischof von Fulda 1974?82
Bilder aus der Gemeinde
Bild:Amoneburg_St_Johann.jpg/'>Stiftskirche St. Johann in Amöneburg
Bild:Amoenburg castle.jpg|Offizielle Website
• Bonifatius und Amöneburg

