AMS Euler
AMS Euler ist eine Script-Schriftart, die von der American Mathematical Society (AMS) in Auftrag gegeben wurde. Sie ist benannt nach dem Mathematiker Leonhard Euler. Entworfen hat sie Hermann Zapf mit Unterstützung von Donald Knuth.
Diese Schriftart versucht die Handschrift eines Mathematikers auf einer Wandtafel nachzubilden, und die Schriftlage ist daher nicht geneigt. Sie lässt sich gut zusammen mit anderen von Hermann Zapf entworfenen Schriftarten verwenden, wie z. B. Palatino, Aldus und Melior, während sie optisch sehr schlecht zu Computer Modern, der in TeX voreingestellten Schriftart passt.
Knuth war zum Zeitpunkt ihrer Entstehung Ko-Autor des Buchs Concrete Mathematics, das Leonhard Euler gewidmet war, und so wurde die Schriftart als erstes dafür verwendet. Knuth entwarf dazu mit Concrete Roman eine dazu passende Schriftart.
Als erstes wurde AMS Euler in METAFONT implementiert, ist aber heute auch in anderen Fontsystemen wie PostScript_Type_1 und TrueType erhältlich.
thumb|350px|right|In_AMS_Euler_gesetzte_Gleichungen._Speziell_ist,_dass_für_die_Bezeichner_Kosinus unterschiedliche Schriftarten verwendet werden.
Referenzen
* Donald E. Knuth and Hermann Zapf. AMS Euler — A New Typeface for Mathematics. Scholarly Publishing 20 (1989), 131–157. Reprinted as chapter 17 of the book Digital Typography.
* Donald E. Knuth. Typesetting Concrete Mathematics, TUGboat 10 (1989), 31–36, 342. Reprinted as chapter 18 of the book Digital Typography.
Externe Verweise
* [http://ctan.org/tex-archive/fonts/amsfonts/doc/amsfndoc.ps User's Guide to AMSFonts] (en), Version 2.2d 2002-01, PostScript-Dokument, 34 Seiten, Größe: ca. 1,5 MB, enthält einen Abschnitt über die Geschichte der AMS-Euler-Schriftarten.

