AMR 33 VM
Der Renault AMR 33 VM war ein leichter Kampfpanzer der französischen Armee, der noch im Zweiten_Weltkrieg eingesetzt wurde.thumb|Renault_AMR_33_VM
Entwicklung
Ursprünglich war der Panzer als Ersatz für die im Ersten_Weltkrieg für Aufklärungszwecke verwendeten Panzerfahrzeuge gedacht, denen es an der notwendigen Geländegängigkeit und Geschwindigkeit fehlte. In den Jahren 1922/1923 wurde ein neues Fahrzeug gefordert, das diesen Kriterien besser entsprechen sollte. Nach Fertigstellung erhielt der Prototyp die Bezeichnung "Auto Mitrailleuse de Cavalerie". Er war noch mit dem Turm des Renault FT-17 Panzers ausgestattet. Ohne größeren Erfolg wurden danach noch etliche Fahrzeugtypen erprobt, bis 1931 wurde die Forderung nach drei verschiedenen Kavalleriefahrzeugen gestellt wurde.
: AMD "Auto Mitrailleuse de Découverte" (dem entsprach der Panzerwagen AMD 178 von Panhard)
: AMC "Auto Mitrailleuse de Combat" (siehe AMC 35)
: AMR "Auto Mitrailleuse de Reconnaisance"
Renault fertigte als AMR ein leichtes Kettenfahrzeug, das mit dem AMC 35 in einigen Teilen baugleich war, und erhielt nach der Erprobung 1933 den Auftrag über 123 Fahrzeuge. Die offizielle Bezeichnung der französischen Militärverwaltung lautete: AMR 33 VM.
Technische Daten
* Besatzung: 2 Mann
* Bewaffnung: 1 MG 7,5 mm
* Panzerung: 13 mm
* Antrieb: 8 Zylinder Benzinmotor mit 84 PS
* Gewicht: 5000 kg
* Geschwindigkeit: 60 km/h
* Kletterfähigkeit: 0,61 cm
* Grabenüberschreitfähigkeit: 1,52 m
* Steigfähigkeit: 60%
* Abmessungen: Länge 3,50 m Breite 1,60 m Höhe 1,73 m
* Wanne: genietet
* Laufwerk: vier Laufrollen (zwei an Schraubfederwiege, zwei an Drehstäben) vier Stützrollen, Triebrad vorn.
Weiterentwicklungen
Eine Weiterentwicklung war der AMR 35 ZT, von dem 200 Stück gebaut wurden. Er war etwas schwerer (6500 kg) und, bei gleichem Antriebsaggregat, etwas langsamer (55 km/h) als sein Vorgänger. Die Bewaffnung des ZT bestand, je nach Ausführung aus einem 7,5 mm Maschinengewehr, einem 13,2 mm Maschinengewehr oder einer 25 mm Panzerabwehrkanone.
Einsatz
Der leicht gepanzerte und ebenso leicht bewaffnete AMR 33 wurde den Kavalleriedivisionen der französischen Armee zugewiesen. Als zwei dieser Divisionen 1936/37 zu Panzerdivisionen umgestaltet wurden, konzentrierte man auch die AMR 33; die anderen drei Einheiten behielten nur noch jeweils 15 der Panzer. Die Panzer sollten die motorisierte Infanterie begleiten.
In der Schlacht_um_Frankreich zeigten sich die schon erwarteten Defizite des AMR 33, die zu schwache Bewaffnung und Panzerung sowie mechanische Probleme. Hieran änderte auch die ungewöhnlich hohe Geschwindigkeit nichts.
Die Fahrzeuge wurden in größerer Zahl von den Deutschen erbeutet und als PzSpWg VM 701 (f) bzw. PzSpWg ZTI 702 (f) in die Wehrmacht eingegliedert. Einige Fahrzeuge würden zum Mörserträger umgerüstet. Dazu wurde der Turm entfernt und ein 80 mm Mörser installiert.
Literatur
*"Panzer und andere Kampffahrzeuge 1916 bis heute", Buch und Zeit Verlagsgesellschaft, Köln 1977
Weblinks
• WWII Fahrzeuge
• Chars-francais.net

