AMD Athlon 64 X4
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Der AMD Athlon 64 X4 ist ein von AMD (Advanced Micro Devices) angekündigter Vierkern-Prozessor (CPU) für x86-Desktop-Computer, der im 3. Quartal 2007 erscheinen soll. Es basiert auf den Einzelkernen Athlon 64 und den Doppelkernen Athlon 64 X2. Für die X4er entwickelt AMD eine neue K8L genannte Mikroarchitektur, die ebenfalls auf der AMD64-Architektur (manchmal auch K8 genannt) der 64er und der 64 X2er beruht.
Aufbau
Der neue Prozessor besteht hauptsächlich aus 4 Rechenkernen, 4 L1-Caches, 4 L2-Caches (je einer für jeden Kern) und 1 gemeinsam genutzten, bei früheren Prozessoren nicht vorhandenen L3-Cache. Die Kerne können wie beim Athlon 64 X2 miteinander kommunizieren, um Daten auszutauschen. Die gemeinsame Nutzung des L3-Caches hat den Vorteil, dass einem Kern der volle Cache zur Verfügung steht und nicht nur sein eigener, wenn dieser Kern als einziger ausgelastet wird (z.B. von Single-Thread-Anwendungen).Die Kerne, die inoffiziell bereits Agena getauft wurden, werden in 65-Nanometer-Bauweise gefertigt.
Entwicklung
Seit AMDs Hauptkonkurrent Intel im Frühjahr seine neuen Vierkern-Prozessoren für Desktop-Rechner auf den Markt gebracht hat (Core 2 Quad Q6600 und Core 2 Extreme QX6700), steht AMD unter Druck, ebenfalls neue, leistungsfähige Vierkerne zu entwickeln.Dafür hat es die neue K8L-Mikroarchitektur angekündigt, die einen Performance-Schub von 40% gegenüber den Intel-Serverprozessoren der Xeon-Reihe mit vier Kernen bringen soll. Zunächst möchte AMD seine neue Technologie auch in Servern zum Einsatz kommen lassen und kündigte eine neue Serie von Opteron-"Quadro"-Prozessoren an. Diese sollen im Sommer 2007 erscheinen. Kurz darauf wurden die Athlon 64 X4er für normale Desktop-Rechner angekündigt.
In der Zwischenzeit bewirbt AMD eine Technologie namens Quad FX für zwei Athlon-64-FX-Zweikerne auf einem Mainboard als Alternative, diese wird jedoch zurzeit kaum unterstützt.
Zurzeit (Stand April 2007) steht AMD vor der Aufgabe, den Stromverbrauch der Prozessoren zu drosseln, da sich dieser mit jedem weiteren Kern ohne technische Änderungen praktisch verdoppelt würde. Intel zeigte vor der Einführung des Core 2 Duo schon einmal, dass bereits Doppelkerne um 130 Watt verbrauchen können. Wahrscheinlich strebt AMD eine maximierte Effizienz an, dass heißt möglichst viele Rechenprozesse in einer Taktfrequenz des Prozessors unterbringen zu können. Dadurch könnten hohe Taktraten, welche sehr viel Strom kosten, bei gleich bleibender Rechenleistung vermieden werden.

