AMC Pacer
{{PKW-Modell|Marke=AMC
|Modell=Pacer
|Bild=AMC Pacer.jpg
|Bild zeigt=Kombiversion
|Hersteller=American Motors Corporation
/'>von=1975
|bis=1980
|Klasse=Kombi, 3-türig
|Motoren=Ottomotoren:
3,8 l R6 (66/67 kW)
4,2 l R6 (71?90 kW)
5,0 l V8 (93/97 kW)
/'>Länge=4.320?4.420
|Breite=1.960
|Höhe=1.339?1.349
|Radstand=2.540
|Gewicht=1.158?1.369
|ähnlich=Aquarium? bezeichnet. Heute zählt der Pacer zu den skurrilsten Automobilen, der schon längst Kultstatus erreicht hat und ein begehrtes Sammelobjekt darstellt.
Geschichte
Am 10. November 1970 erwarb General_Motors_(GM) die Lizenz zum Bau von Wankelmotoren, die unter anderem auch an AMC geliefert werden sollten, wo man mit diesen einen neuen Kompaktwagen mit Cab-Forward-Design antreiben wollte.
Anfang 1971 begann AMCs Chefdesigner Richard Teague mit den ersten Entwürfen für einen geräumigen Kleinwagen. Experimentiert wurde mit nahezu allen Anordnungsvarianten wie z.B. Mittelmotor, Sitzbank gegen die Fahrtrichtung oder auch asymmetrische Motoranordnung. Es wurde auch ernsthaft in Erwägung gezogen, das in Europa immer populärer werdende Frontantriebskonzept auch am amerikanischen Markt verstärkt auszubauen. Letztendlich fiel die Entscheidung zugunsten des Front-Wankelmotors mit Heckantrieb aus, um so Kosten sparend die Standardgetriebe der AMC-Modelle und die Hinterachsen des AMC Matador montieren zu können. Bedingt durch diese Entscheidung schrumpfte nicht nur der Kofferraum drastisch, auch ein dicker Antriebstunnel begrenzte die hinteren Sitzplätze auf lediglich zwei.
Im Januar 1972 wurde das Tonmodell des Pacers, wie wir ihn heute kennen, von Insidern beäugelt und mit 93-prozentiger Mehrheit positiv aufgenommen. Ein Jahr später wurde bereits der Fiberglas-Prototyp in Dallas neben den 73er Modellen des AMC Hornet und Gremlin präsentiert. Doch die neu beschlossenen Emissionsgesetze und die Ölkrise sorgten dafür, dass GM den zwar extrem laufruhigen, aber umso durstigeren Wankelmotor komplett fallen ließ.
Obwohl AMC im Februar 1973 eine eigene Lizenz für den Wankel erwarb, traute sich der Konzern nicht mehr an dieses Thema heran und sah sich gezwungen auf das herkömmliche Antriebskonzept auszuweichen. Nach einigen Umbauten im Motorraum wurde für den hauseigenen Reihensechszylinder Platz geschaffen, der die Hinterachse antrieb.
Mitte der 70er Jahre wurde dem US-Senat ein neuer Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Verschärfung der Sicherheitsvorschriften für die Modelle ab 1980 vorsah. Dies inspirierte die Pacer-Konstrukteure den sichersten Kompaktwagen der damaligen Zeit zu entwerfen und spendierten dem Pacer eine Windschutzscheibe aus Verbundglas, eine besonders steife Karosserie mit mächtigen B-Säulen sowie dicke Türen mit Seitenaufprallschutz. Zum bequemeren Einstieg in den Fond wurde die Beifahrertür um 10 cm länger gestaltet. Dank seiner gewaltigen Glasflächen setzte der Pacer in punkto Übersichtlichkeit neue Maßstäbe und machte jeden Stadtausflug zu einem Vergnügen. Geplant war auch ein massiver Überrollbügel der jedoch aufgrund der weitgehend entschärft in Kraft getretenen Gesetze in der Form nicht mehr notwendig war.
Technik
Aber auch ohne Wankelmotor war das Fahrzeug für den amerikanischen Markt zunächst interessant. Es verfügte nunmehr über einen 4,2-Liter-Sechszylinder, der auch im Jeep zum Einsatz kam. Ab 1978 war auch ein V8-Motor erhältlich. Das Fahrzeug entsprach in seiner Länge einem VW Golf III, seine Breite übertrifft bis heute die S-Klasse von Mercedes-Benz. Bedingt durch die besonders breite Spurweite (1.550 mm vorne, 1.529 mm hinten) und den niedrigen Schwerpunkt klebt der Pacer sauber am Asphalt. Lediglich die starke Kopflastigkeit kann bei mancher Vollbremsung zu einem unangenehmen Ausbrechen des Hecks führen. Die Beifahrertür war um 10 cm länger als die Fahrertür. Entgegen amerikanischer Gepflogenheiten bestand die Ausstattungsliste aus mehreren Seiten. Es wurden mechanische Schaltgetriebe und Automatikgetriebe, einfache Radios, Radios mit Achtspur-Band und Compact Cassette-Laufwerken angeboten. Auch die Farbauswahl des Außenlacks und des Interieurs war ausgesprochen vielfältig. Im Jahre 1977 wurde ein Station Wagon (Kombi) eingeführt.
Produktion
Ab 1. März 1975 konnte man glücklich in einem Pacer durch die Straßen fahren und so wie es aussah, würden sich die Entwicklungskosten von 60 Millionen US-Dollar durchaus bezahlt machen. Im Einführungsjahr wurden mit 145.528 Einheiten mehr als doppelt so viele Pacer verkauft wie Gerry Meyers es im Jänner 1975 vorsichtig prognostiziert hatte.
1976 stellte der Pacer trotz stark stagnierenden Verkaufszahlen mit einer Stückzahl von 117.244 immer noch mehr als 40 % der gesamten AMC-Produktion.
Der Pacer war bereits ab 3.299 Dollar zu haben und kam standardmäßig mit dem 3,8 l (232 in³)-Motor, Dreigang-Lenkradschaltung sowie Trommelbremsen rundum (ohne Bremskraftverstärker) zum Einsatz. In dieser mageren Form wurde der Pacer jedoch kaum geordert. Durchschnittlich gab der Käufer etwa 5000 Dollar für einen Pacer aus, der meistens mit dem X- oder D/L-Paket und mit diversen Extras aus der seitenlangen Aufpreislisten aufgewertet wurde. Servolenkung, Bremsscheiben, Bremskraftverstärker, Klimaanlage, Automatik Getriebe und der 4,2 l (258 in³)-Motor waren die meistgewünschten Zusatzausstattungen.
1977 präsentierte AMC die für 12 Millionen Dollar entwickelte Kombi-Variante des Pacers. Für Teague "eines der einfachsten Projekte" an dem er je gearbeitet hatte. Der Wagon war bis zur B-Säule mit dem Sedan identisch, bekam jedoch ein konventioneller gestaltetes Heck mit 10 cm verlängertem Überhang. Dies machte den Kofferraum des neuen Pacers mit 1.350 Liter um 50 % geräumiger gegenüber dem des Sedan bei nur 33 kg Mehrgewicht der Karosserie. Der Wagon konnte zwar die Verkaufszahlen nicht mehr ankurbeln, aber die Tatsache, dass ab sofort mehr Wagon als Sedan bestellt wurden, zeigte die Richtigkeit der Modellerweiterung.
Sondermodelle
Zwischen 1976 und 1979 baute auch die Mexikanische Vehiculos Automotores Mexicanos (VAM) den Pacer mit einem auf 4621 cm³ (282 in³) aufgebohrten Sechszylinder, der mit satten 174 PS ausschließlich den Sedan antrieb.
Der AMC-Händler Randall aus Mesa/Arizona - Spezialist für AMC-Muscle Cars - nahm sich einer Pacer-Kleinserie mit dem 6571 cm³ (401 in³)-V8-Motor an. Das original AMC-Triebwerk mit 401 in³ und 215 PS wurde von Mike Randall unter anderem mit Edelbrock-Ansaugkrümmer, #310 Nockenwellen und einem 600 cfm Holley-Vierfachvergaser getunt. Als Leistung gab Randall "300+" PS und als Verbrauch 9,5 mpg (24,7 Liter) an.
Besonderheiten
Der AMC Pacer zählt zu den außergewöhnlichsten Autos überhaupt. Nach Deutschland haben nur wenige Exemplare den Weg über den großen Teich gefunden. Mittlerweile haben alle den Oldtimer-Status erlangt. Der Pacer ist aufgrund seiner Platzverhältnisse besonders beliebt bei Besitzern großer Hunde, vorausgesetzt es gehört eine Klimaanlage zur Ausstattung. Die Stabilität ist bemerkenswert. Als Stock-Car wurde der Pacer neben den Automobilen von Volvo in Amerika oft nicht zugelassen, da deren Stabilität einen großen Vorteil gegenüber anderen Fahrzeugen bedeutet hätte. Auch heute stellen gut erhaltene Exemplare zuverlässige und unkomplizierte Alltagsfahrzeuge dar.
Filme
* In der Folge "Dark Horizon" (1994) des Science-Fiction Mehrteilers "Alien Nation" ist ein Tenctonier Besitzer eines gelben Pacer Wagons, der sich gleichzeitig auch als Tatort eines Verbrechens entpupt.
• Goodman] fährt einen grünen Pacer im David Byrne Fim True_Stories (1986)
* Ein blauer Pacer ist zu sehen im Sylvester Stallone Film Cobra (1986).
* Der von 1997 stammende Film Good Burger zeigt einen als ?Burgermobile? umgebauten Pacer.
* Der französische Film von 1976 Brust oder Keule? mit Louis de Funès zeigt seinen Filmsohn Gerard (Coluche) als Fahrer eines Pacer.
* Wayne Campbell (Mike Myers) und Garth Algar (Dana Carvey) fuhren einen mit Lakritzstangenspender ausgestatteten Pacer in dem Film Wayne's World (1992), den sie das mirth mobile nannten.
*In einer Episode der Golden Girls, verkündet Sophia Petrillo ihrer Tochter Dorothy: ?Du bist der größte Fehltritt, der jemals eine Straße betreten hat, seit dem AMC Pacer!?
Weblinks
• Aus dem Herkunftsland USA mit vielen Informationen
• Bebilderte deutschsprachige Seite. Auch mit Informationen zur Ersatzteilbeschaffung
• Deutschsprachige Seite

