Algernon Sidney
thumbnail|300px|right|Algernon_Sidney_(1622-1683)
Leben
Algernon Sidney kam in Baynard's Castle in London im Jahre 1623 als zweiter Sohn des Robert Sidney, des zweiten Earl of Leicester, zur Welt.
Unter der Regierung Karl I. (1625-1649)
=Herkunft
=Seine Eltern stammten aus alten, englischen Adelsgeschlechtern. Seine Mutter Dorothy war eine Percy. Ihre Familie der Earls of Northumberland war bekannt für ihr tiefes Verständnis von Ehre und ihre Kriegskunst - und für ihr Aufbegehren Königen gegenüber. In ?Richard II.? und ?Henry IV.? beschreibt William Shakespeare Henry_de_Percy, der einen König stürzte und gegen einen anderen kämpfte.
Die Sidneyseite der Familie war eher gebildet und gelehrt. Am bekanntesten ist sein Großonkel Sir Philip Sidney, der Dichter und Günstling am Hofe der Königin Elisabeth_I. war und der 37 Jahre vor der Geburt Algernon Sidneys starb. Algernon Sidney bewunderte ihn. Er eiferte ihm in seiner Wissbegierde ebensosehr nach wie in seinem Kampfgeist, mit dem sein Großonkel sein Leben in der Schlacht_von_Zuphten verlor.
=Kindheit und Jugend
=Seine frühe Kindheit verbrachte Algernon Sidney in Penshurst, das der Familiensitz in der Grafschaft Kent war. Sein Vater war ein Gelehrter auf seinem Gebiet. Seine umfangreiche Bibliothek umfasste Tausende von Bücher, die von Philosophie, Politik, Geschichte und Religion in der Antike als auch in der Gegenwart handelten. Seine Kinder unterrichtete der Earl of Leiceister selbst. Er nahm seine beiden Söhne mit, als er 1632 als englischer Gesandter an den Hof des Königs Christians_IV._von_Dänemark nach Rendsburg ziehen musste. Auf dem europäischen Festland tobte bereits der Dreißigjährige_Krieg, in dem Dänemark mit Schweden um die Vormachtstellung im Ostseeraum kämpfte. Beide Söhne kamen auch im Mai 1636 nach Paris mit, als dort ihr Vater an dem Hof des Königs Ludwig_XIII._von_Frankreich die englischen Interessen vertreten musste. In Frankreich verband seinen Vater eine tiefe Freundschaft zu Hugo Grotius, der schwedischer Gesandter am französischen Hofe und gleichzeitig ein berühmter politischer Philosoph und niederländischer Jurist war. Seine Anschauungen stellte der Earl in seinen Notizen und Berichten als gleichbedeutend mit denen anderer politischer Denker dar. Viele Jahre später wurde berichtet, dass Algernon Sidney Grotius Werk ?Über das Recht des Krieges und des Friedens? als das wichtigste von allen Bücher bezeichnete, die sich mit politischer Theorie befassten.
=Algernon Sidney und sein Bruder
=Am Hofe in Frankreich entfaltete sich Algernon Sidney und war schnell allseits in der Gesellschaft beliebt. Seine Mutter schrieb in einem Brief an ihren Mann vom 10. November 1636, dass ?sie von allen, die von dort (Paris) kommen, nur Gutes über ihn (Algernon Sidney) hört, von seinem übermässigen Verstande und ebensosehr wie von seinem liebenswürdigen Wesen?Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497 S.22. In seinem Leben tauchte immer wieder eine Frage von grundsätzlicher Natur auf, ob Menschen kraft ihrer Erstgeburt oder von Gottes Gnaden den Anspruch auf die Herrschaft haben. Später sollte er dafür plädieren, dass der Herrschaftsanspruch sich durch Verdienst und nicht durch Geburt erworben werden müsse und dies am ehesten in einer Republik zu verwirklichen sei. So galt sein älterer Bruder Phillip, der zukünftige Earl of Leiceister, als ?dumm, faul und verdorben? während Algernon als ?geistreich, energisch und ehrenwert? geschildert wurde.[http://oll.libertyfund.org/Texts/LFBooks/Sidney0231/DiscoursesOfGovt/HTMLs/0019_Pt01_Foreword.html#hd_lf019.head.006 Sidney, Algernon: ?Discourses Concerning Government?, ed. Thomas G. West, Indianapolis, 1996, ISBN 0865971420 S.6] Ihr Vater versuchte später den Unterschied auszugleichen, in dem er seinen Bruder in wichtigen Punkten enterbte und seinem zweitältesten Sohn soviel wie möglich zukommen ließ. Scott, Jonathan: ?Algernon Sidney and the Restoration Crisis, 1677-1683? Cambridge University Press, 1991, s. 90f. ISBN 9780521352918;
=Der englische Bürgerkrieg
=1641 erhoben sich die Iren unter der Führung von Rory_O?More und eroberten Dublin. Algernon Sidney zog mit seinem Bruder Philip, der das Kavallerieregiment seines Vaters für den Earl anführen musste, im Oktober 1641 in den Krieg während ihr Vater die Stelle als englischer Gesandter in Rom antrat. Im Kampf gegen die Aufständischen zeichnete sich Algernon Sidney mehrmals wegen Tapferkeit vor dem Feinde aus. Er erhielt das Lieutenantpatent seines Vaters, dann weitere Auszeichnungen und kehrte im August 1643 als Lord_Generallieuntenant_von_Irland mit seinem Bruder nach England zurück, wo er vom englischen Bürgerkrieg überrascht wurde, der mittlerweile zwischen dem englischen König Karl I. und dem Parlament ausgebrochen war. In Lancashire erhielten beide den Einsatzbefehl des Königs sich ihm in Oxford anzuschließen. Das Parlament erfuhr davon, ließ beide ?zu ihrem Schutz in Gewahrsam nehmen? und sie nach London bringen. In London kostete es nur wenig Mühe Algernon Sidney davon zu überzeugen, in die Armee des Parlaments einzutreten. Der König hielt die Sache für ein von vornherein abgekartetes Spiel und war von ihrem Verrat überzeugt, da sie seiner Meinung nach hätten widersetzen und fliehen müssen. In dieser Situation war es für Algernon Sidney ein leichtes, auf die Seite des Parlamentes überzutreten. Zumal das Parlament ihm 2.000 £ zur Begleichung seiner Schulden bewilligte. In diesem Bürgerkrieg gehörte er nun als ?Roundheads? oder Rundköpfe an, wie man die Anhänger des Parlaments bezeichnete, das nun gegen die Anhänger des Königs, die sogenannten ?Cavaliers? oder Kavaliere kämpfte. Bereits am 10. Mai 1644 ernannte man ihn zum Hauptmann der Kavallerie, die dem Earl of Manchester unterstand. Kurze Zeit danach war er schon Oberstlieutenant. In einer der Entscheidungsschlachten bei Marston_Moor am 2. Juli 1644 wechselte er an die Spitze seines Regimentes und wurde schwer verwundet. Nur mit Mühe konnte er sich vor einer Gefangennahme retten. Ein Augenzeuge berichtete, dass ?Oberst Sidney an der Spitze des Kavallerieregimentes meines Lord Manchesters mit einer solchen Tapferkeit den Angriff führte und mit vielen Wunden daraus hervorging, die wahren Abzeichen seiner Ehre.?Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497S.32 Am 2. April 1645 erhielt er den Oberbefehl über ein Kavallerieregiment, das der Divison Oliver Cromwells in der Armee des Generals Thomas_Fairfax unterstand.
Am 10. Mai 1645 wurde Algernon Sidney Gouverneur in Chichester im Süden Englands. Oliver Cromwell schlug die royalistischen Truppen in der Schlacht von Naseby am 14. Juni 1645 vernichtend. Es war die letzte Entscheidungsschlacht gewesen. Im September unterlagen die Hochlandpartisanen des Königs der schottischen Armee und Karl I. ergab sich am 5. Mai 1646 der schottischen Armee. Mittlerweile war Algernon Sidney seit Dezember 1645 Mitglied des Parlaments, das anfangs in Cardiff im Südwesten Englands tagte. thumbnail|right|140px|Irland, wo sein Bruder Lord Lieutenant war, und wurde dort zum Generallieutenant der Kavallerie und zum Governor von Dublin ernannt.
=Affaire mit Lucy Walters
=Inmitten der Bürgerkrieges lernte der fünfundzwanzigjährige Algernon Sidney die bildhübsche, aufregende, aber einfache Lucy Walter kennen. Sie war erst siebzehn und wurde gerade in die Gesellschaft in London eingeführt, nachdem ihre adlige Familie ihr ganzes Hab und Gut verloren hatten, weil sie sich auf die Seite des Königs geschlagen hatten. Lucy Walter wurde seine [Mätresse]. Die Affaire dauerte ein Jahr, bevor sie dann die Geliebte seines Bruders Robert wurde.
Im Commonwealth (1649-1660)
=Parlamentsarbeit
=thumbnail|right|150px|Algernon_Sidney_1659
Im Jahre 1647 erhielt jedoch Algernon Sidney am 7. Mai den Dank ?House of Commons? für seine guten Dienste in Irland und wurde anschließend zum Governor von Dover gemacht. Nach einer Reihe von Rückschlägen war König Karl I. zu der schottischen Armee geflohen. Im Juni 1647 wurde er jedoch an das englische Parlament ausgeliefert, da er sich nicht dem presbyterianischen Glauben unterwerfen wollte. In London versuchten die parlamentarischen Gruppen und Oliver Cromwell mit dem König Karl I. sich auf eine Staatsreform zu einigen. Karl I. taktierte, spielte einzelne Gruppierungen gegeneinander aus und brachte mit Versprechungen die presbyterianischen Schotten dazu sich gegen das englische Parlament abermals zu erheben. Oliver Cromwell schlug den Aufstand nieder und nahm den König Karl I. auf der Isle of Wight gefangen. Er und seine Anhänger, die so genannten ?Independenten?, zwangen das englische Parlament ein Gesetz zu verabschieden, das weitere Verhandlungen mit Karl I. als Hochverrat betrachtete. In dieser Zeit stand Algernon Sidney in Opposition zu der Partei der Presbyterianer und auf Seiten der ?Independenten?, kritisierte aber Oliver Cromwell und seine Anhänger, als diese die gemässigteren Abgeordneten aus dem Parlament verdrängten. Die übrigen Abgeordneten, das so genannte ?Rumpfparlament?, setzten ein Gericht ein, das über den König urteilen sollte und in das Algernon Sidney berufen wurde. Am 20. Januar 1649 begann der Prozess in Westminster Hall. Karl I. erkannte dem Gericht jegliche Rechtmässigkeit ab und weigerte sich, zur Anklage Stellung zu nehmen. Algernon Sidney hatte an der Gesetzesmässigkeit des Prozesses ebensosehr Zweifel wie an der Unvoreingenommenheit des Gerichtes, zumal der Prozess von Oliver Cromwell und seine Anhänger vorangetrieben wurde.
thumbnail|right|350px|Todesurteil_von_König_30. Januar 1649 in Whitehall in London enthauptet. Später sollte Algernon Sidney seine Hinrichtung als? die gerechteste und unerschrockenste Tat, die jemals in England oder sonstwo unternommen wurde.? loben. bezeichnen.
Am 15. Mai 1649 war Algernon Sidney im Ausschuss zur Regelung der Thronnachfolge und der zukünftigen Parlamentswahlen. Im März 1651 verlor er sein Governoramt von Dover mutmaßlich in Folge eines Streites mit seinen Offizieren . Algernon Sidney, der noch immer Mitglied des Parlamentes war, reiste danach für vier Monate nach Den Haag.
Dort hielt sich sein jüngster Bruder Robert, der seinerseits eine Affaire mit Lucy Walter hatte und als Royalist dem Thronfolger Karl_II. in das Exil nach Den Haag gefolgt war. Karl II. hatte 1648 noch vergeblich versucht seinem Vater und den mit ihm verbündeten Schotten mit einer Flotte zu Hilfe zu eilen. Durch Robert Sidney hatte Karl II. Lucy Walter kennengelernt, die alsbald seine erste bekannte Mätresse wurde. Ihren gemeinsamen Sohn James_Scott, der am 9. April 1849 zur Welt kam, hatte Karl II. ohne zu zögern als seinen Sohn anerkannt. Er wurde später Duke of Monmouth und sollte im Leben Karl II. als auch Algernon Sidneys eine entscheidende Rolle einnehmen. Über die Monate in Den Haag ist nur bekannt, dass Algernon Sidney mit Lord_Oxford beim Spiel Streit hatte und ein Duell von gemeinsamen Freunden nur mit Mühe abgewendet werden konnte.
thumbnail|right|Oliver_Cromwell
Im August 1651 kehrte Algernon Sidney nach England zurück und nahm seitdem aktiv an der Parlamentsarbeit teil. Am 3. September kam es zur Schlacht bei Worcester, in der Oliver Cromwell Karl II. und seine schottische Armee vernichtend schlagen konnte. Inwieweit Algernon Sidney in Den Haag von den Invasionsplänen und -vorbereitungen Karl II. erfahren hatte und davon berichtete, ist historisch nicht nachzuweisen, jedenfalls wählte ihn das Parlament am 25. November 1651 unter großer Anteilnahme in den Staatsrat. Im Staatsrat widersetzte er sich allen Plänen Oliver Cromwells, der im Kampf um seine Politik mehrfach versuchte das Parlament aufzulösen Als Oliver Cromwell im April 1653 das Rumpfparlament mit Gewalt endgültig auflöste, zog er sich auf seine Güter in Penshurst zurück um hauptsächlich Familienangelegenheiten zu ordnen und betrachtete die Herrschaft Oliver Cromwells als Tyrannerei.
=Rückzug auf seine Güter
=1654 reiste er nach Den Haag und besuchte den niederländischen Gesandten Beverningk, den er in London kennengelernt hatte. Über ihn schloss Sidney enge Freundschaft mit Johan de Witt, der als Ratspensionär von Holland seit 1653 weitgehend die Politik der Vereinigten Niederlande bestimmte und 1654 mit dem Friedensabkommen_von_Westminster den ersten_englisch-niederländischen_Seekrieg beendete. Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497 S.132Nach seiner Rückkehr hielt sich Algernon Sidney von aller Politik fern und schrieb sein erstes Werk ?Von der Liebe?, wobei unbekannt ist, welche Ereignisse in seinem Leben dieses Thema auslösten. Am 3. September 1658 starb Oliver Cromwell in London. Sein Sohn und Nachfolger, Richard Cromwell, war als Lordprotektor unfähig die Machtposition zu behaupten, die sein Vater errungen hatte.
=Ende der Republik und unterwegs als englischer Diplomat
=thumbnail|right|Erster_Nordischer_Krieg
Im April 1659 setzte ihn die englische Armee ab, löste das Protektorat auf und stellte das Rumpfparlament wieder her. Im Mai nahm Algernon Sidney seinen Parlamentsitz wieder ein und sass wieder im Staatsrat, wo er bemüht war, die militärische Gewalt wieder unter die zivile zustellen. Während die Restauration der Stuarts in England langsam um sich griff, beauftragte ihn das Parlament im Juni 1659 eine Auslandsdelegation anzuführen, die nach englischen Vorstellungen den Frieden zwischen dem König_von_Schweden und dem König_von_Dänemark im ?Ersten_Nordischen_Krieg? vermitteln sollte. Zu dieser Zeit kontrollierten die Dänen die beiden Seiten der Meeresenge, die den Atlantischen Ozean mit der Ostsee verband. Sie erhoben aussergewöhnlich hohe Steuern auf Schiffe, die diese Meeresenge passieren mussten. Der Vertrag von Kopenhagen vom 16. Juni 1660 sah am Ende vor, dass Schweden seine Seite des Wasserweges vollständig kontrollierte und die Ostsee allen Nationen frei offenstand ausser in den Zeiten des Krieges. Als Zeichen seiner Wertschätzung kehrte er reich beschenkt am 28. Juni 1660 aus Schweden nach Kopenhagen zurück, von wo aus er sich in Hamburg niederließ, um die Ereignisse in England abzuwarten.
Unter der Regierung Karl II.(1660-1685)
=Exil während der Restauration
=England hatte sich in der kurzen Zeit seiner Abwesenheit verändert. Das Parlament, dem Algernon Sidney angehörte, hatte sich im März 1660 selbst aufgelöst. Im April hatte Karl II. aus seinem Exil eine Amnestie für seine antiroyalistischen Gegner, religiöse Toleranz sowie seine Zustimmung zu einer konstitutionellen Monarchie verkünden lassen und wurde am 8. Mai 1660 vom neuen Parlament zum König von England proklamiert. Algernon Sidney war bereit dem Parlament als Obrigkeit zu folgen und dem König zu gehorchen. Der König verlangte aber mehr, er solle alle seine eigenen in der Republik begangenen Taten verdammen und den König um Verzeihung bitten. Zu diesem Schritt konnte er sich nicht überwinden.
Karl II. selber brach nach seiner Krönung sein Wort. Trotz Zusicherung der Straffreiheit ließ er die Unterzeichner des Todesurteils seines Vaters grausam hinrichten. Auch die Leiche von Oliver Cromwell ließ er posthum aus dem Grabe holen und posthum exekutieren. Schottischen Nonkonformisten und die Presbyterianer wurden trotz seinem Versprechen religiöse Toleranz auszuüben verfolgt.
Obwohl seine Familie bis auf ihn und seinen ältesten Bruder Royalisten waren, veranlasste die Königsmutter, dass Lord Leiceister seinen Stammplatz bei Hofe neben ihr nicht mehr erhielt. Freunde, unter ihren General George_Monck, warnten Algernon Sidney auf keinen Fall jetzt nach England zurückzukehren. So sollte er, wie er in einem Brief an seinen Vater schrieb, siebzehn Jahre lang ?als ein Landstreicher durch die Welt, von meinen Freunden verlassen, arm und nur noch als heruntergekommenes Mitglied einer ruinierten Splitterpartei bekannt?
Zeit in Italien (1660-1663)
Von Hamburg reiste er quer durch Deutschland über Venedig nach Rom, wo er im November 1660 eintraf und trotz seinen Einstellungen mit großem Respekt und Aufmerksamkeit von Kardinälen empfangen wurde. Im Sommer 1661 wechselte er nach Frascati, wo der Neffe des letzten Papstes Prinz Pamfili ihm eine Unterkunft in seiner Villa de Belvedere überließ und er sich seinen Studien widmete. Nach zwei Jahren der Abgeschiedenheit in Frascati überdrüssig wollte er wieder in das politische Leben zurückkehren, um energisch die englische Republik durch Schriften und Verschwörungen wieder herzustellen.
Zwischenaufenthalt in der Schweiz 1663
Im Sommer 1663 reiste er in die Schweiz nach Bern, um sich dort mit anderen englischen Republikaner im Exil zu treffen. Sie alle hatten in der ehemaligen Armee von Oliver Cromwells gekämpft und wurden in der Schweiz von seinem Freund General Edmund Ludlow angeführt. Dieser hatte wie Sidney im Rumpfparlament gesessen, jedoch die Hinrichtungsakte gegen Karl I. unterzeichnet. Ein bewaffneter Aufstand gegen die englische Monarchie wurde ebensosehr erwogen wie ihre militärische Dienste fremden Herrschern anzubieten. In das Gästebuch der kalvinistischen Akademie in Genf trug er sich mit folgenden Worten ein:
Invasionspläne (1663-1665)
Im September 1663 reiste er weiter nach Türken bedrängt wurde. Der englische Hof jedoch misstraute ihm und lehnte ab.
thumbnail|right|Handschrift_Algernon_Sidneys
In Wahrheit jedoch war er bemüht eine niederländische Invasion nach England zu vorzubereiten, der er sich mit seiner Exilantentruppe anschließen wollte. In den nächsten Monaten lebte er in verschiedenen deutschen Städten und schrieb an seinem ?Court Maxims, Discussed and Refelled?. Dieses Werk, das ein imaginärer Dialog zwischen einem englischen Monarchisten und einem Republikaner war, richtete sich gegen die Absolutismusbestrebungen Karl II. und war ein ebenso heftiger Aufruf zum Widerstand gegen den König.
Johan de Witt, der die Politik der niederländischen Republik bestimmte und mit dem er befreundet war, konnte er nicht von der Notwendigkeit einer niederländischen Invasion in England überzeugen. Als im Jahre 1665 der _zweite_Englisch-Niederländischen_Krieg ausbrach, schickte Karl II. 10 Männer nach Augsburg um einen Anschlag auf ihn auszuüben, dem Algernon Sidney nur entkam, weil er wieder in Den Haag war Sidney, Algernon: ?Life, Memoirs, etc. of Algernon Sydney?, D. I. Katon, London, 1794, S.55 , Erneut versuchte er die Niederlande zu einer Invasion nach England zu drängen. Es war aber vergeblich. Nach anfänglichen Erfolgen musste Karl II. im Krieg die Schmach erleben, dass die niederländische Flotte in die Themse eindrang, viele englische Schiffe verbrannte und die Royal_Charles, das Flaggschiff der königlichen Marine nach Holland schleppte.
Von den Niederlanden enttäuscht reiste Algernon Sidney nach Paris, um Ludwig_XIV._von_Frankreich anzubieten einen bewaffneten Aufstand in England gegen 100.000 Kronen auszuführen. Ludwig XIV. war an einem schwachen England gelegen, das bei seinen Besitzansprüchen auf die Niederlanden, die zwei Jahre später erfolgen sollten, keine übermächtige Allianz mit anderen europäischen Staaten gegen Frankreich bilden sollte. Er gab Sidney Algernon eine kleine Summe mit der Aussicht auf eine grössere, wenn er nur zeigen könne ?dass er wirklich zu den Dingen fähig war, die er versprach?. Streitigkeiten unter den Exilanten, die insbesondere über die herrische Art von Sidney entflammten, ließen das Vorhaben wieder scheitern.
Exil in Languedoc (1665-1677)
Ludwig XIV. gewährte Algernon Sidney das Recht sich unter seinen Schutz zu begeben und sich auf Languedoc niederzulassen, wo er elf Jahre seines Lebens verbringen sollte. In Languedoc lebte er als Aristokrat und war als ?Le Compte de Sidney? bekannt. Anzeichen sprechen dafür, dass er dort in Südfrankreich eine illegitime Tochter hatte. Im August 1670 erschien er wieder in Paris zu Hofe. Ludwig XIV. gewährte ihm eine Pension, nachdem und sich Henry Bennet, der Earl of Arlington, dafür einsetzte, dass dem auch der englischen Hofe zustimmte. König Karl II. machte aber zur Auflage, dass Algernon Sidney wieder nach Languedoc zurückkehren müsse. Sidney, Algernon: ?Life, Memoirs, etc. of Algernon Sydney?, D. I. Katon, London, 1794, S.150
http://encyclopedia.jrank.org/SHA_SIV/SIDNEY_or_SYDNEY_ALGERNON_1622_.html
=Rückkehr nach England
=thumbnail|right|£ und einen Anteil der jährlichen Einkünfte aus den Ländereien. Desweiteren verfügte er, dass Algernon und Henry Sidney sein Testament vollstrecken sollten. Sein älterer Bruder machte ihm sein Erbe streitig und klagte. Es dauerte einige Jahre vor Gericht bis der Streit zugunsten Algernon Sidney ausfiel.[http://www.british-history.ac.uk/report.asp?compid=41119&strquery="Algernon Sidney" Aktenkundiger Einblick in Familiengeschichte und Vermögensverhältnisse] Eine längst erledigt geglaubte Schuld an Lord Strangford aus der Zeit in Italien brachte ihn von April bis August 1678 in den Schuldenturm, bis es ihm gelang auf richterliche Anordnung wieder freizukommen Scott, Jonathan: ?Algernon Sidney and the Restoration Crisis, 1677-1683? Cambridge University Press, 1991 S.100 .
England hatte sich in den siebzehn Jahren Abwesenheit verändert. Es herrschte eine allgemeine, im wesentlichen unbegründete Angst vor einer katholischen Gegenreformation. Karl II. in seinem Hang zum Absolutismus favorisierte seinen 1672 offen zum katholischen Glauben übergetretenen Bruder Jakob als seinen Thronfolger und brachte das Parlament gegen ihn auf, das bisher im ergeben war, aber nunmehr seinen illegitimen, dafür protestantischen Sohn Duke of Monmouth favorisierte. Auch der Earl_of_Shaftesbury, langjährige Vertraute und Schatzkanzler des Königs, fiel von ihm 1672 ab und wurde sein grösster Widersacher an der Spitze des Parlamentes. 1678 erschien der zwielichtiger Titus Oates. Seine unter Eid abgegebene Behauptung, eine katholische Verschwörung (?Popish Plot?) aufgedeckt zu haben, die die Ermordung Karls II. betreibe, um dessen jüngeren katholischen Bruder Jakob zum König zu machen, löste eine nationale Hysterie aus, die bis 1681 anhielt und in diesem Verlauf etwa 35 Katholiken unschuldig ihr Leben verloren. Gleich zu Anfang ließ das Unterhaus im Dezember 1678 fünf Lords aus dem House of Lords festnehmen und in den Tower of London werfen.
thumbnail|right|130px|Arthur Capell, der Earl of Essex, der Mann seiner Nichte George Saville, der Lord Halifax, sein Neffe, Robert Spencer, der Earl of Sunderland und sein Schwager Sir John Pelham waren Parlamentarier (siehe grafische Darstellung unten). Sein jüngerer Bruder Henry und der Schwager seiner Nichte, Henry Savile, waren englische Gesandte im Ausland. In dieser Zeit formierte die Landpartei sich zur Whig-Partei mit einem gewaltigen Parteiapparat.
Als sein Schatzkanzler Earl_of_Danby für den König in die Schusslinie der Parlamente geriet, löste Karl II. kurzerhand die Parlamente im Januar 1679 auf, um ihn zu retten. Das neue Parlament berief er für den 16. März 1679 in der Hoffnung ein, die nächste Wahl werde ihm ein gefügigeres Unterhaus bringen.
William Penn, Sohn eines reichen Admirals und Anführer der Quäker, war von Sidneys republikanischen Überzeugungen begeistert und arbeitete mit ihm an dem Plan eine umfassende Religionsfreiheit in England zu verwirklichen. Mit seiner Unterstützung bewarb sich Sidney um einen Unterhaussitz der Quäkergemeinde Guilford in der Grafschaft Surrey. Es sollte die erste von fünf Wahlkampfkampagnen in drei Wahlen sein.
Der Wahlkampf zum dritten Parlament
Die Wahl schien zunächst sehr aussichtsreich zu sein, bis Algernon Sideny zugetragen wurde, dass die gegnerische Partei ausgegeben würde, dass er nicht wählbar sei, da er kein Freier sei. Um einen Wahlausschluss zu vermeiden, wandte er sich an den Bürgermeister mit der Bitte
Entwicklung Englands nach der Hinrichtung
Die Verurteilung von Sidney galt allgemein als einer der grausamsten und tyrannischsten Handlung in der Regentschaft von Karl II.. Selbst die Prozesse gegen Henry Vane, Lord Russell und Hampden - sofern man sie miteinander vergleichen kann - erreichten nicht jene Kaltblütigkeit und jene teuflische Bösartigkeit wie bei Sidney. Anders als Karl II. gehofft hatte, fielen Algernon Sidney und Lord William nicht der Vergessenheit anheim, sondern vielmehr Volkshelden, die unschuldig ihr Leben hergaben. Bereits wenige Monate später wurde 1684 Sidneys Prozess gedruckt. Allerdings lief es vorher durch die Hände von Jeffreys, der darin einige Änderungen und Streichungen veranlasste.
Wiederum ein Jahr später starb Karl II. an den Folgen eines Schlaganfalls. Ihm auf den Thron folgte sein Bruder Jakob II., der George Jeffreys zu seinem Lordkanzler machte, den Duke of Monmouth hinrichten ließ, nachdem sich dieser gegen ihn erhob. Im ganzen Land verfolgte Jakob eine prokatholische und antiprotestantische Politik. 1688 nach nur drei Jahren Amtszeit wurde Jakob_II. durch die Glorreiche Revolution 1688 vertrieben, die den protestantischen Wilhelm_von_Oranien und seine Frau auf den Königsthron hob. Die erste Amtshandlung von Wilhelm III. war Algernon Sidney und Lord William Russell in allen Ehren wieder voll wieder zu rehabilitieren.
Sein Werk ?Betrachtungen über Regierungsformen? erschien posthum 1798 in mehreren Auflagen und beeinflusste auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776. 1772 -fast 90 Jahre nach seinem Tod gerät Sidney in die Schlagzeilen als der Historiker Sir John Darymple in seinem Werk ?Memoirs of Great Britain and Ireland? aufdeckt, dass er Gelder von französischer Seite erhalten hat und sich dabei auf gefundenen Papiere im Depot des Affaires Etrangeres in Versailles beruft. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts, wenige Jahre nach der Französischen_Revolution, war das allgemeine Interesse an Algernon Sidney so groß, dass man sein Grab öffnete und seine Überreste sehr gut erhalten fand. Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497 S.78
Charakter
Im Spiegel seiner Zeitgenossen
Im Krieg bezeichnete ihn ein Augenzeuge als tapfer mit vielen Wunden als ?die wahren Abzeichen seiner Ehre.? . Whitelock, Parlamentsmitglied, fand für Sidney 1659 folgende Worte ?Ich kenne nur allzugut sein über alles hinwegsetzenden Charakter und dessen Ausmaß? . Karl II. stellte ihn dem französischen Minister Colbert als ein Mann dar: ?der nicht weit weg von England sein kann, wo seine gefährlichen Gefühlen gepaart mit großen Fähigkeiten und Mut viel Schaden zufügen können? Knight, C.:?Biography (The English Cyclopedia; Div. III)? , 7 Bände, 1856. Der französische Botschafter in England Barillion berichtete an Ludwig XIV. über Sidney: ?Mr. Algernon Sidney ist ein Mann mit bedeutenden Anschauungen und sehr weitreichenden Plänen, die auf eine Republik abzielen. Er ist der Mann in England, der meines Erachtens das grösste Verständnis gegenüber der Politik besitzt; er hat bedeutende Beziehungen zu dem Rest der Republikanischen Partei; und nach meiner Meinung ist niemand fähiger einen Dienst (uns) zu erweisen Scott, Jonathan: ?Algernon Sidney and the Restoration Crisis, 1677-1683? Cambridge University Press, 1991, s. 63, 104 ISBN 9780521352918; ?, John Evelyn schrieb 1683: ?Ein Mann von großem Mut, großer Vernunft und bedeutenden Fähigkeiten, die er bei seinem Prozess und bei seiner Hinrichtung zeigte Scott, Jonathan: ?Algernon Sidney and the Restoration Crisis, 1677-1683? Cambridge University Press, 1991 S.346 f. ? Und der Erzbischof Dr. Gilbert Burnett charakterisierte ihn: ? Er war ein Mann von besonders aussergewöhnlichem Mut; ein standhafter Mann bis zur Hartnäckigkeit; aufrichtig, aber von einem rauhem und ungestümen Naturell, das keinen Widerspruch ertragen konnte... Er stand zu allen republikanischen Grundsätzen und war als solcher ein Gegner von allem, das nach einer Monarchie aussah, die ihn in tiefe Opposition Cromwell gegenüber abgleiten ließ, als dieser sich zum Lordprotektor machte. Er hatte der Vergangenheit der Regierungsformen in allen ihren Verzweigungen studiert wie ich sonst bei keinem anderem Menschen kenne.Chalmers, A.: ?The general biographical dictionary?, 32 Bände, 1812-1817; Mavor, W. F.:?The British Nepos?, 1820?
Anekdoten
=Auflösung des Parlamentes 1653
=Am 20. April 1653 umstellte Oliver Cromwell das House of Commons. in der Absicht es endgültig aufzulösen. Die meisten Abgeordneten beugten sich dem Druck. Der Speaker des Parlamentes, Sidney, der rechts neben ihm sass widersetzten sich. Der Speaker wurde an seiner Robe gewaltsam weggezerrt. Die Reihe war nun an Sidney. Zwei Aufforderungen zu gehen kam er nicht nach. Zweimal musste Oliver Cromwell seinem General Harrisson befehlen: ?Bringt ihn weg.? Erst als Sidney links und rechts an der Schulter gepackt wurde und ernsthafte Absichten unternommen wurden, ging er widerstrebend nach draussen.Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497 S.78
=Hinrichtung des Königs
=Ein englischer Minister, der 1659 gerade in Kopenhagen verweilte, sagte zu Sidney:?Ich denke Sie sind weder einer der Richter des letzten Königs gewesen noch schuldig an dessen Tod? Worauf Sidney entgegnete:?Schuldig, was meinen Sie mit dieser Schuldigkeit? Warum war es nicht einfach die gerechteste und mutigste Handlung, die jemals in England oder anderswo unternommen wurde??Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497 S.150f - Diese Begebenheit war seinem Vater auch zu Ohren gekommen, Sidney bestritt aber im Brief diese Äusserung jemals gemacht zu haben ebd. S.154
=Begehrlichkeit Ludwig XIV.
=Auf der gemeinsamen Jagd erregt das Pferd von Algernon Sidney die Aufmerksamkeit Ludwig XIV. und lässt ihn nach der Geldaumme für das Pferdes fragen. Zur Überraschung Ludwig XIV.Sidney lehnt jedoch ab. Ludwig XIV., der kein Widerspruch gewohnt ist, legt ein Summe fest und will das Pferd beschlagnahmen. Als Sidney dies hört, zieht er seine Pistole und erschießt sein Pferd mit den Worten:? Dieses Pferd ist als ein freies Geschöpf geboren worden, hat einem freien Mann gedient und soll nicht von Sklaven des Königs gezüchtigt werden. Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497 S.183f?
Bedeutung
Es ist nicht einfach die Ideen Algernon Sidneys zu beschreiben. Er beeinflusste die Ideen der amerikanischen Revolutionstheoretiker. Er ist weniger radikal als Machiavelli, weniger individualistisch als John Locke, weniger zynisch als Bernard Mandeville, liberaler und demokratischer als Plato und Aristoteles. Freiheit und Rechtschaffenheit, ?liberty and virtue?, waren wichtige Werte in seinen Vorstellungen einer idealen Regierung.[http://www.phillysoc.org/classic.htm Professor William F. Campbell: ?Klassische Republikaner: Whigs und Tories?, Louisiana State University (engl.)] Zusammen mit Machiavelli, und Adam Ferguson zählt Algernon Sidney zu den wenigen politischen Philosophen, die sich bemüht haben, eine pluralistische und konfliktreiche Republik zu denken. [http://www.das-parlament.de/2007/01-02/Beilage/006.html Vgl. Audier, Serge:?Les Théories de la république?, Paris 2004, S. 18f., 26f. und 29]
thumbnail|right|120px|John und Samuel Adams, George Mason, James Madison und Benjamin Franklin erkannten alle Sidneys Einfluss auf die politische Vorstellungen Amerikas an. Eine Gruppe aus Virginia gründete eine Universität im Jahre 1776 und benannten es zu Ehren von Algernon Sidney und Hampden in Hampden-Sydney College. Und 1825 gab Thomas Jefferson als Gründer der Universität von Virginia folgende Behauptung ab:
thumbnail|120px|right|Massachusetts-Staatssiegel_aus_dem_Jahr_1775_mit_dem_Motto_von_Algernon_Sidney
Aber Sidneys Einfluss überdauerte. Massachusetts übernahm 1775 sein Motto: ?Ense petit placidam sub libertate quietem?. Sein am meisten wiedergegebenes Zitat erschien in Poor Richard?s Almanack von Benjamin Franklin: ?Gott hilft denen, die sich selbst helfen?. Amerikanische Gegner der Sklaverei wie William Lloyd Garrison zitierten eine andere Zeile: ?Was nicht rechtens ist, ist kein Gesetz; und was kein Gesetz ist, das sollte nicht befolgt werden.? Einer der amerikanischen Verfassungsväter verlieh Algernon Sidney die treffende Bezeichnung ?Patriot aller?.
Im 19. Jahrhundert, als sich so viele seiner Theorien als wahr erwiesen, nahm seine Popularität stark ab. Die ?Betrachtungen? waren in der Zeit von 1805 bis 1979 in Amerika vergriffen. Seine Landsleute zogen es vor sich seiner Zusammenarbeit mit fremden Führern zu erinnern. Winston Churchill nannte ihn ?unbezwingbar?. Der katholische Lord Acton schrieb, dass es ?ein Unding war eine politische Linie auf Algernon Sidney zurückzuführen, der ein vom französischen König bezahlter Agent war.? Lord Acton:?Essays in the History of Liberty? ed. J. Rufus Fears, Indianapolis, Inc., Liberty Classics, 1986, S. 47 . Doch seit dem 200. Unabhängigkeitstag von Amerika stieg das Interesse der Historiker wieder an Algernon Sidney an.
Philosophie
=Sidney und Filmers
?Patriarcha?=thumbnail|110px|right|Robert_Filmer_(1588-1653)
Filmers ?Patriarcha? war in der Ausgabe von 1680, die Algernon Sidney las, in drei folgende drei Kapitel unterteilt:
::# Von den ersten Königen, die Oberhäupter ihrer Familien waren
::# Es ist wider der Natur, wenn das Volk regiert oder ihre Herrscher wählt
::# Die positiven_Rechte verletzen nicht die natürliche und väterliche Gewalt der Könige
Die Antwort von Algernon Sidney ist dementsprechend ebenfalls in drei Kapitel ohne Überschriften aufgeteilt, die jeweils wie folgt argumentieren:
::# Die väterliche Gewalt unterscheidet sich grundsätzlich von der politischen Gewalt
::# Das Volk wählt die Regierung kraft ihres Naturrechtes auf Freiheit und diese Regierung mit ihrer starken Volksbeteiligung ist die beste.
::# Könige unterwerfen sich dem Gesetz, das in England das Parlament bedeutet.
Sidney fasste Filmers Argumentation sarkastisch auf diese Art und Weise zusammen: Gott ?ist dafür verantwortlich, daß einige mit einer Krone auf dem Kopf und alle anderen mit dem Sattel der Könige auf dem Rücken geboren sind?. Sidney, Tyrell und John Locke sprechen dagegen, dass ?die Menschen von Natur aus frei sind?. Entsprechend ist die Freiheit ?ein Geschenk Gottes und der Natur?. Hingegen ?können Menschen nicht in der Freiheit leben, die Gott ihnen gegeben hat. Die Freiheit des Einzelnen wird durch die Freiheit des anderen eingeschränkt; und weil alle gleich sind, weicht keiner dem anderen, es sei denn es ist die Entscheidung aller. Dies ist der Boden jeder gerechten Herrschaft.? Nicht die Geburt, sondern die freie Wahl bestimmt die rechtmässigen Herrscher der Menschen.
thumbnail|200px|right|Filmer,_Robert:Patriarcha,_London,_1680
Aber Freiheit ist für Sidney ein mehrdeutiger Begriff. Einerseits bedeutet es die vollständige Abwesenheit von Herrschaft:?Freiheit ist die ausschließliche Unabhängigkeit von dem Willen eines anderen.?. ?Freiheit ohne Herrschaft?, ist wie auch immer nicht strebenswert, ?widerspricht sie jeder Regierung und dem Wohl, das sich die Menschen für sich selbst, ihren Kindern und Freunden wünschen?..
Sidney spielt auf das unterschiedliche Verständnis von Freiheit an, wenn er davon spricht, dass ?derjenige, der von seinen Leidenschaften und Verrücktheiten geleitet wird, ein Sklave seiner Lüste und Laster ist?.. Aristoteles folgend nennt Sidney menschliche Wesen, die zu einer Selbstkontrolle unfähig sind, ?Sklaven der Natur?. In diesem Sinnen handelt es sich um Freiheit, die der Vernunft, nicht der Leidenschaft folgt. Freiheit im Sinne der Vernunft bedeutet im weiteren Sinne einige Selbstbeherrschung. Freiheit erfordert zu ihrer Unterstützung Tugend und noch wichtiger ist es, daß Menschen Tugenden benötigen, wenn sie Meister ihrer selbst werden wollen. In der Absicht der Regierung die reine Freiheit zu erreichen, wird sie Tugendhaftigkeit belohnen und Laster bestrafen. ?Ist die öffentliche Sicherheit gewährleistet, Freiheit und Eigentum geschützt, Gerechtigkeit ausgeübt, Tugenden begünstigt, Laster unterdrückt und das wahre Interesse der Nation erzielt ist, dann ist das Ende der Regierung gekommen?, schrieb Sidney.
Natürlich liegt es im Interesse der Regierung und der Vernunft folgend die Menschen in ihrer naturgemässen Freiheit soweit wie geboten zu schützen. Unter gewöhnlichen Bedingungen sorgt die Regierungen für ihre Familien und deren Unterhalt, das Volk sollte sich selbst überlassen werden. Die Regierung schützt deshalb die Rechte des Volkes auf ?Land, Wohlstand, Leben und auf Freiheit?. Alle Regierungen sollten darum bis zur Erreichung der Ziele beschränkt bleiben. Das Ende der Regierung wird durch das Naturgesetz bestimmt, das für Sidney etwas einfaches bedeutet: Die Gesetze des Regierens entspringen dem gesunden Menschenverstand, mit dem über die Natur der Menschen nachgedacht wird. Aus Sidneys Sicht lehren uns die Naturgesetze unter anderem, dass menschliche Wesen frei geboren, dass Vätern gehorcht, dass Verletzungen vermieden und geahndet werden, dass die am besten geeignetsten regieren sollen und dass der Einzelne nicht der Sklave seiner Leidenschaften werden sollte. ?Nichts als das bloße und sicherer Diktat der Vernunft kann allgemein auf alle Menschen als das Gesetz ihrer Natur angewendet werden und diejenigen, die sie am besten verstehen, den Wohlstand für alle und ihren Nachkommen (am besten) bieten, haben alles gleichermaßen befolgt.?Unter gerechten Regierungen, die sich auf das Einverständnis der Regierten berufen und deren Ende durch das Naturgesetz und den Vertrag geregelt ist, hart das Volk aber auch das Recht ihre Regierung zu stürzen, wenn diese die Regeln verletzen. Dieses Recht auf Revolution ist der am kontroversesten diskutierte Teil der Unterweisung von Sidney. In seinem Prozess wurde es ins Lächerliche gezogen und führte direkt zu seiner Verurteilung und Hinrichtung.
Seitdem alle menschlichen Wesen Gegenstand der Leidenschaft sind und zu ihren Eigennutz neigen, ist das Wohlergehen des Volkes am besten durch Regierungsgesetze geschützt. Eine Textstelle, die John Adams gerne zu zitieren pflegte, sagt Sidney, dass das Gesetz ?die Vermeidung von Wünsche und Ängste, Begierde und Wut ist. Dieses leidenschaftslose Denken und diese geschriebene Vernunft zeugt ein gewisses Maß von göttlicher Vollkommenheit?. In Sidneys strenger Auslegung, schließt der Begriff des ?Gesetzes? aus, das es den eigenen Interessen der Regierenden dient. Denn ?alles was nicht gerecht ist ist kein Gesetz, und was keine Gesetz ist ist, das soll auch nicht befolgt werden?.[http://www-gdz.sub.uni-goettingen.de/cgi-bin/digbib.cgi?PPN505355841 Algernon Sidney, Algernon und Erhard, Christian Daniel Ehrhard: ?Algernon Sidneys Betrachtungen über Regierungsformen?. Leipzig, 1793, Weygand Band III, Kapitel 11 Überschrift].
thumbnail|130px|right|demokratische Regierung bevorzugt. Sie muss mit der Freiheit, die der Mensch von Natur aus erworben hat und die ihm beste Möglichkeit bietet für seine Verdienste den entsprechenden Gegenwert zu erhalten, im Einklang stehen.. Besonnenheit sorgt dafür, dass politische Verfassungen bis zu einem gewissen Grade sich den einzelnen Verhältnissen eines Volkes anpassen. Rom wurde so bestechlich, dass ?es dem besten Manne, der gefunden wurde, unmöglich war die Freiheit in der Stadt wieder herzustellen?. Aber Sidney war kein Relativist; die Grundsätze des Regierens haben für ihn ewig Bestand, nur ihre Anwendungen unterscheiden sich von Zeit zu Zeit. Sidney war ein entschiedener Gegner erblicher Monarchien, weil sie nicht nur die Freiheit einschränkten, sondern weil sie auch persönliche Verdienste des Regierenden nicht ausreichend würdigte. Anders als andere Denker, die ihre politischen Ideen ebenfalls auf der naturgemässen Freiheit des Menschen gründeten, übernahm Sidney von Plato und Aristoteles das Prinzip, dass der Verdienstvollere regieren sollte. ?Detur dgniori (Gebe es dem Würdigeren) ist die Stimme der Natur; alle ihre meist heiligen Gesetze wurden pervertiert, wenn dies nicht in den Anordnungen der Regierungen in der Menschheit befolgt wurde?.Sidney vertrat sogar, dass ein gottähnlicher und tugendhafter Prinz auch ohne die Zustimmung der Regierten das Recht zu regieren habe, der das Gemeinwohl vertrete, und fand darin auch die Zustimmung Aristoteles. ?Wenn ein solcher Mann gefunden wird, ist er von Natur aus König?. Aber Sidney fährt weiter fort und folgt weiterhin Aristoteles, dass kein solches Wesen unter den unvollkommenen menschlichen Wesen gefunden werden könne. Dies lässt den ansonsten eher aristokratischen Aristoteles kurz zum Lehrer des Republikanismus erscheinen.
=Sidney und Locke im Vergleich
=John Locke schrieb ?Über die Regierung? zur gleichen Zeit wie Sidney an seinen ?Betrachtungen über Regierungen?. Obwohl Lockes Werk bekannter ist, ist es ein Vergleich zwischen beiden Werken wert.
thumbnail|right|Earls_of_Shaftesbury
Während einige Historiker Locke in die entstehende bürgerliche oder liberale Tradition der Naturrechte zugeordnet haben, wird von Sidney gesagt, dass er mehr der Tradition des ?klassischen Republikanismus? angehört, der sich von Machiavelli und seinen Vorläufern auflehnt. Andere Historiker merken dazu an, dass Sidney diesem Mustervergleich nicht ausreichend standhält und Sidney mehr ein Mann der Naturrechte des Gesellschaftsvertrages als Locke sei. Beide treten für eine aus Wahlen hervorgegangene Regierung ein. Beide behaupten, dass die natürliche Freiheit von dem Naturrecht geprägt ist. Beide sind für eine eingeschränkte Regierung und für das Recht des Volkes auf eine Revolution. Beide sind glühende Vertreter der Freiheit. Sidney und Locke sind ebensosehr ?Republikaner? wie ?Liberale?.
Ungeachtet dieser Gemeinsamkeiten gibt es Unterschiede, die bedeutend sind. Sidney lehnt sich dichter an die griechischen und römischen Klassiker an wie Locke. Es ist charakteristisch, dass Sidney häufig die Klassiker anführt während Locke das nur selten macht. Jedoch sind die meisten griechischen und römischen Philosophen keine im Sinne von Macchiavelli echten ?klassischen Republikaner?. Ihre politischen Vorstellungen beginnen oder enden mit dem individuellen menschlichen Wesen, das zwar nicht im Sinne für eine isolierte Einheit, aber für ein Wesen steht, das aufgrund seiner menschlichen Natur nach einem Leben strebt, das in Einklang mit einem Sinn ist. Was nun folgt sind einzelne Illustrationen der Bandbreite von Unterschieden zwischen Sidney und Locke.
Während beide für eine Regierung plädieren, die auf gegenseitiges Einvernehmen beruht, besteht Sidney ebensosehr darauf, dass die höhergestellten Menschen herrschen sollen und er verteidigt eine Volksregierung, die solche mit Macht ausgestattete Menschen aufstellt. Eine Aufgabe der Regierung ist für Sidney wie für die klassischen Denker die Tugenden zu fördern und die Laster zu beseitigen. Dies gilt nicht für Locke.
thumbnail|right|Algernon_Sidney_
Es ist ganz charakteristisch, dass Sidney sich niemals auf eine vorzivilisatorischen ?Naturzustand? beruft wie das Locke macht, sogar auch dann, wenn die Zivilisation in den Kriegszustand zurückfällt. Der Mensch besteht nach Locke in diesem natürlichem Stadium der Armut, Gefahr oder Unsicherheit. Er wird politisch, in dem er die Natur sich untertan macht, nicht indem er ihr folgt. Vernunft ist nach Locke das Mittel, mit dem der Mensch die Natur unterwirft und erobert, indem er eine Regierung und eine kapitalistische Industrie aufbaut. Für Sidney liegt die Vernunft bereits in der Natur des Menschen wie er stets wiederholt. Sidney beruft sich auf den Naturzustand von Hobbes - der Krieg jeder gegen jeden - eine ?Epidemie der Verrücktheit?, in der die Menschen zurückfallen, wenn die Welt von Gott verlassen wird. Der Mensch wird zwar frei geboren, aber Sidney glaubt nicht daran, dass es für den Menschen natürlich ist ohne Gesetze zu leben. Ohne die Denkweise von Aristoteles zu übernehmen setzt Sidney fort den Menschen sich als ein von Natur aus politisches, mit Vernunft ausgestattetes Tier vorzustellen.Siehe Kontroverse zwischen Strauss, Leo:?Natural Right and History?, Chicago, University of Chicago Press, 1953), S. 202?251, sowie Strauss, Leo:?What Is Political Philosophy??, New York, Free Press, 1959, Kapitel 8 und auf der anderen Seite Yolton, John W.:?Locke on the Law of Nature?.Philosophical Review 67, 1958, S. 477?498.
Sidneys Naturgesetz geht über die Gründe der Selbsterhaltung hinaus und beinhaltet verschiedene Tugenden, die ein vernünftiges Leben ermöglichen. Dieser Entwurf führt die Tradition des Naturgesetz weiter, in dem es sich gegen die klassischen Denker auflehnt. Lockes Doktrin eines Naturgesetzes bricht mit der Tradition, in dem es sich auf die fundamentalen Rechte auf Leben und Freiheit eines jeden Individuums gründet. Im Zentrum der moralischer Welt von Locke steht nicht das Ende des Menschen, sondern der Mensch an sich oder die Unabhängigkeit des Menschen. In diesem Punkt folgt er Hobbes.
Beide bewerten den Handel höchst unterschiedlich. Für Locke ist der Handel von grundsätzlicher Bedeutung, ermöglicht er es doch dem Menschen dem Mangel an Waren zu entkommen als wenn er einer ungebändigten Natur ausgeliefert wäre. Sidney sieht im Erreichen des Wohlstandes auch das Ende jeder Staatspolitik, aber nur, weil er zur Kampfkraft einer Nation beiträgt, ansonsten lehnt er das Geldmachen als Quelle der Korruption ab.
Sidney stellt niemals das väterliche Recht über die Familie zu walten in Frage. Locke dagegen spricht von Respektieren, nicht aber vom Gehorchen des Vaters und der Mutter gegenüber. Die bürgerliche Gesellschaft ist für Sidney ein Verbund von Vätern als Familienoberhäuptern. Der radikalere Individualismus von Locke stellt die traditionelle Familie in Frage, die sich auf andere Werte als den naturgegebenen wie Männ- oder Weiblichkeit gründet.
Alles in allem betrachtet sind Lockes Gedanken, obwohl sie mit großer Vorsicht ausgedrückt sind, in ihren Bedingungen wesentlich radikaler und moderner als die Sidneys. Sidneys Republikanismus haftet noch eine Lebensanschauung an, die erkennbar noch in der klassischen und mittelalterlichen Tradition der politischen Philosophie steht.
=Sidneys Vorstellungen über Repräsentation und Parlament
=In ?Betrachtungen über Regierungsformen? vertritt Sidney die Ansicht, dass die in das Parlament gewählte Abgeordnete nicht die Interessen ihres Wahlkreis, sondern die ihrer Nation vertreten. Das Parlament ist demnach keine Zusammensetzung von sich mitunter bekämpfenden Einzelinteressen der Wahlkreisen, sondern ein Rat von Männern, die sich einzig und allein um das Gemeinwohl der Nation bemühen und darum von den Einzelinteressen ihres Wahlkreises unabhängig sein sollten. Für Sidney ist die Nation ein unteilbares Ganzes. Ebenso sind seiner Aussage nach einzelne Abgeordnete berechtigt, die Belange der Nation nach außen hin und im Rahmen der Parlamentsarbeit zu vertreten. Diese Ansicht teilen auch Thomas Hobbes und später Abbé Sieyès, William Blackstone, Edmund Burke und William Paley. [http://members.chello.at/politikwissenschaft/aktuell/2005_3_pollak.htm Pollak, Johannes:" Repräsentation als Herrschaftsorganisation: ideengeschichtliche Anmerkungen" ÖZP 2005/3, S. 217-232 ]thumbnail|right|Wahlspruch_Algernon_Sidney_(1622-1683)
Zitate
Die Quellenangaben beziehen sich auf die 1793 in Leipzig erschienenen ?Betrachtungen über Regierungsformen? mit teilweiser überarbeiteter Zitatübersetzung
Galerie
Image:AlgernonSidney 1622-1683 e.jpg|Algernon Sidney (1623-1683)
Image:AlgernonSidney_1622-1683_a.jpg|Algernon Sidney (1623-1683)
Image:AlgernonSidney_1622-1683_d.jpg|Algernon Sidney (1623-1683) in:Medley, George
Image:AlgernonSidney_1622-1683_mw61517.jpg|Algernon Sidney (1623-1683) vermutlich von Edward Luttrell nach einem Gemälde von Justus van Egmont
Image:AlgernonSidney_1622-1683_npg568.jpg|Algernon Sidney (1623-1683)
Image:AlgernonSidney_1622-1683_c.jpg|Algernon Sidney (1623-1683)
Image:Arthur Capel Earl of Essex.jpg|Sein Cousin Arthur Capel, Earl of Essex(1631-1683)
Image:Robert Spencer 2nd Earl Of Sunderland 1641-1702.jpg|Der Neffe von Algernon Sidney. Robert Spencer, 2. Earl of Sunderland in römischer Kleidung
Image:Halifax 2.jpg|Der Mann seiner Nichte George_Savile_Lord_Halifax
Image:ThomasBowlesLeicesterSquare1753.jpg|Leicester Square in London 1753, Nordansicht, Kolorierter Stich von Thomas Bowles, 1753
Image:Leicester House in 1748.jpg|Leicesterhaus am Leicester Square in London 1748. Familienbesitz der Sidneys
Image:Leicester Square Rocque edited.jpg|Ausschnitt aus John Rocques Stadtplan von London 1746 Die Leicester Felder sind heute der Leicester Square.
Image:Leicester Square en 1750.JPG|Leicester Square in London 1750
Image:St_Martins_and_St_Giles_Fields.png|St. Martins und St. Giles in the field - Weitere Besitztümer des Earl of Leicester (Ansicht um 1559)
Image:Jeffry1753n061.jpg|Judge George Jeffrys (1644-1689)
Siehe auch
Englischer Bürgerkrieg
Rye-House-Verschwörung
Bill_of_Exclusion
Karl_II.
Literatur
thumbnail|130px|right|Sidney,_Algernon:_?Betrachtungen_über_Regierungsformen?,_Leipzig_1793
Werke Sidneys
=Englisch
=• Literatur von und über Algernon Sidney
* Sidney, Algernon: ?Court Maxims, Discussed and Refelled?, unveröffentlicht
• Sidney, Algernon: ?Discourses concerning government, London 1698 u. öfter; deutsch, Leipzig 1794;
* Sidney, Algernon: ?Discourses?, hrsg. John Toland, 1698;
* Sidney, Algernon: ?Discourses Concerning Government?, das im Original die Überschrift ?God helps those who help themselves - Gott hilft denen, die sich selbst helfen? trägt;
* Sidney, Algernon: ?Apology in the Day of His Death?;
* Sidney, Algernon: ?The Administration and the Opposition. Addressed to the Citizens of New-Hampshire?, Concord, Jacob B. Moore, 1826, ASIN B000IUQ14Q
* Sidney, Algernon: ?Discourses Concerning Government?, ed. Thomas G. West, Indianapolis, 1996, ISBN 0865971420
* Sidney, Algernon: ?Court Maxims (Cambridge Texts in the History of Political Thought)?, Cambridge University Press, 1996, ISBN 9780521461757
* Sidney, Algernon: ?Discourses on Government. To Which is Added, An Account of the...?, Reprint, 3 Bände, The Lawbook Exchange, New York, 2002 ISBN 1584772093
=Deutsch
=• Algernon Sidney, Algernon und Erhard, Christian Daniel Ehrhard: ?Algernon Sidneys Betrachtungen über Regierungsformen?. Leipzig, 1793, Weygand
Sekundärliteratur
=Englisch
=* Meadley, George W.: ?Memoirs of Algernon Sidney? London, Cradock and Joy, 1813
* Ewald, A.C.: ?Life and times of Algernon Sidney? London, 1872, 2 Bände,
* Blackburne: ?Algernon Sidney? London, 1885
* Jones, James R.: ?The First Whigs: The Politics of the Exclusion Crisis 1678-1683? London, Oxford University Press, 1961, ISBN 9780197131244;
* Conniff, James: ?Reason and History in Early Whig Thought: The Case of Algernon Sidney,? in: ?Journal of the History of Ideas?, No.43 (1982), pp. 397?416,
* Wordon, Blair: ?The Commonwealth Kidney of Algernon Sidney? in: ?The Journal of British Studies/The Historical Journal?, Vol. 24, No. 1, 1985, S. 1-40, ;
* Pocock, J. G. A.:?Englands Cato: The virtues and fortunes of Algernon Sidney? in: ?The Historical Journal?, Vol. 37, No. 4, 1994, S. 915-935 ;
* Carswell, John:?The porcupine: the life of Algernon Sidney?, London, John Murray, 1989, ISBN 0719546842;
* Scott, Jonathan: ?Algernon Sidney and the Restoration Crisis, 1677-1683? Cambridge University Press, 1991, ISBN 9780521352918;
* Houston, Alan Craig: ?Algernon Sidney and the Republican Heritage in England and America?, Princeton University Press, 1991, ISBN 0691078602
* Nelson, Scott A.:`?The discourses of Algernon Sidney?, London und Toronto, Associated University Presses, 1993, ISBN 9780838634387;
* Santvord, George Van: ?Life Of Algernon Sidney: With Sketches Of Some Of His Contemporaries And Extracts From His Correspondence And Political Writings?, Kessinger Publishing, 2007, ISBN 9781430444497;
=Deutsch
=• Artikel im Meyers Lexikon
• Wieland, Christoph Martin: ?Sämtliche Werke? 36.Band, Leipzig, 1858, Göschen S.93-105
Quellen
Weblinks
=Englisch
=• Professor William F. Campbell: ?Klassische Republikaner: Whigs und Tories?, Louisiana State University
• Warum die Whigs mit dem Thronausschluss von Karl II. von England scheiterten?
• Probekapitel als PDF-Download
• Vorbereitete, nicht gehaltene Rede vor seiner Hinrichtung
• Ausführliche Biografie mit Auswirkung auf die amerikanische Revolution
• Auswirkungen ?Discourses concerning government? auf die amerikanische Revolution, Biografie und Werksammlung - Vorwort von Thomas G. West
=Deutsch
=• Gerichtsverfahren gegen Lord William Russell und Algernon Sidney wegen der Rye-House-Verschwörung
• Rechtsphilosophie und Staatsverständnis im 17. und 18. Jahrhundert
• Abbildung von Georg Melchior Kraus Algernon Sidney im ?Teutschen Merkur? von 1778
• Verständnisfindung der repräsentativen Regierungsform
=Dokumente
=• Seine Dokumente im britischen Nationalarchiv
• Stammbaum von Algernon Sidney

