Alfvén-Geschwindigkeit
Als Alfvén-Geschwindigkeit (benannt nach dem schwedischen Physiker und Nobelpreisträger Hannes Olof Gösta Alfvén) bezeichnet man in der Plasmaphysik die Geschwindigkeit der gleichnamigen Alfvén-Welle. Neben der langsamen und der schnellen magnetosonischen Welle spielt die Alfvén-Welle eine entscheidende Rolle bei MHD-Jets und MHD-Akkretionsflüssen. Ähnlich wie Wasser oder Luft stellt man sich Plasma als schwingungs- und störungsfähiges Gebilde vor, in dem ionisierte Gasteilchen um ihre Ausgangsposition schwingen und so eine Welle propagieren kann. Die Alfvén-Geschwindigkeit ergibt sich für ein ideales inkompressibles MHD-Plasma (Viskosität und elektrische Leitfähigkeit ) als Gleichverteilungslösung aus dem Ansatz,
dass also kinetische und magnetische Energiedichte gleich groß sind, zu
,
wobei B das Magnetfeld im Plasma und die Dichte im System bezeichnet. An dem Ausdruck ist ersichtlich, dass die Alfvén-Geschwindigkeit nicht nur linear mit dem Magnetfeld sondern auch mit abnehmender Massedichte wächst.

