Alfred Vogt
Alfred Vogt (12. August 1917 in Lundenburg, ? 12. Mai 2002 in Villingen-Schwenningen) war ein Segelflugzeugkonstrukteur.Beruflicher Werdegang
Er legte 1940 seine Ingenieursprüfung an der Technischen Hochschule in Brünn ab. Vogt arbeitete ab 1955 abwechselnd bei Schempp-Hirth (Kirchheim), Binder-Aviatik (Donaueschingen), sowie bei Wagner-Helikopter (Friedrichshafen). Er war auch freiberuflich tätig, um sich mit der Motorisierung von Segelflugzeugen zu befassen.
Konstruktionen
Die Brüder Lothar und Alfred Vogt entwickelten und bauten ab 1935 im Sudetenland die Lo-105 (Erstflug 1936 Fluggelände der Brünner Segelfluggruppe). Das Typenkürzel "Lo" soll an den im September 1938 an Lungenentzündung verstorbenen Bruder Lothar erinnern, die Typnummer "105" steht für die Spannweite (105 dm/10,5m). Nach dem Krieg entwickelte Alfred Vogt aus dem verschollenen Prototypen die Lo-100 "Zwergreiher". - der Prototyp wurde im Jahr 1952 in Peißenberg (Oberbayern) fertiggestellt. Auf dieser Basis wurde durch Verlängerung des Flügels das Wölbklappenflugzeug Lo-150 entwickelt. Ab ca. 1960 entstand das Leistungssegelflugzeug Lo-170 mit 17m Spannweite in Gemischtbauweise.
Literatur
*Dietmar Geistmann: Die Segelflugzeuge in Deutschland. ISBN 3-87943-618-5
• Alfred Vogt, Erinnerungen an die Entwicklung der Lo-100
• Die Internetseite der Lo-100 D-0546 "Alfred Vogt"

