Alfred Marchionini
Alfred Marchionini (1899; ? 1965) war ein deutscher Arzt und Dermatologe.Schwerpunkt seines medizinischen Schaffens waren Hauttuberkulose und Hautallergien. Er war von 1934 bis 1938 Professor für Dermatologie an der Universität_Freiburg_im_Breisgau. Während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland emigrierte der mit Mathilde Marchionini verheiratete Arzt und Wissenschaftler in die Türkei, wo er am Nümune Hastanesi in Ankara tätig war. Er kehrte erst nach Ende des zweiten_Weltkriegs wieder zurück in sein Heimatland. Er war ab 1950 der Nachfolger Leo von Zumbuschs als Leiter der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, die heute als Klinik Thalkirchner Straße bekannt ist und trug durch seine medizinischen Leistungen und durch den Wiederaufbau der Deutschen dermatologischen Gesellschaft, deren Präsident er später war, zur Wiedereingliederung der deutschen Dermatologen in die internationalen Reihen wesentlich bei. Auf Anregung von Marchionini wurde 1951 auch die Totengedenkfeier für den von den Nationalsozialisten 1933 abgesetzten von Zumbusch abgehalten, die als Grundstein der seit 1955 jährlich abgehaltenen Leo-von-Zumbusch-Gedächtnisvorlesungen für namhafte Dermatologen aus dem In- und Ausland giltKlinikum der Universität München: [http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/90958/ Der erste Krankenhaushochbau in Deutschland], bei www.uniprotokolle.de 11. November 2004.. Vom 1. Oktober 1954 bis 31. August 1955 war Marchionini Rektor der Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenLMU: [http://www.uni-muenchen.de/ueber_die_lmu/persoenlichk/rektoren1/index.html Rektoren der LMU], Stand: April 2007.. Sein Leichnam ist im alten Teil des Münchner_Waldfriedhofs begraben (Grab Nr. 105-W-6).
Nach seinem Tod übernahm Professor Otto Braun-Falco die Leitung der Klinik, der ab 1967 auch den Lehrstuhl nachbesetzte.
Literatur
* Alfred-Marchionini-Stiftung: Alfred Marchionini : anlässl. d. 80. Wiederkehr seines Geburtstages am 12. Januar 1979, Kuratorium d. Alfred-Marchionini-Stiftung, Reibek, 1979.
* Pomer, Adam: Alfred Marchionini (1899 - 1965) : Leben und Werk, 1990.
Weblinks
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