Alfred Gusenbauer
Alfred Gusenbauer (8. Februar 1960 in St. Pölten, Niederösterreich) ist österreichischer_Bundeskanzler und Parteivorsitzender der SPÖ.
Bildung
Alfred Gusenbauer besuchte von 1966 bis 1970 die Volksschule in Ybbs an der Donau und von 1970 bis 1978 das Bundesgymnasium in Wieselburg. Anschließend begann er zuerst ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, konzentrierte sich aber in der Folge auf das Studium Politikwissenschaften und Philosophie in dem er 1987 promovierte.
Berufliche Tätigkeit
Gusenbauer war von 1981 bis 1990 Angestellter der SPÖ, von 1990 bis 1999 war er in der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich beschäftigt, von 1999 bis Ende Jänner 2000 Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich.
Politische Karriere
1981 begann er seine Parteikarriere bei der SPÖ als Schriftführer. Von 1990 bis 1999 arbeitete er als Angestellter der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich. 1999 wurde er Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich.
Zudem war er Bundesvorsitzender der Sozialistischen_Jugend (SJ) 1984-90, Vizepräsident der Sozialistischen Jugendinternationale (IUSY) 1985-89, Vizepräsident der Sozialistischen_Internationale (SI) 1989, Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Melk 1990-2000, Stadtparteivorsitzender der SPÖ Ybbs an der Donau seit 1991, Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Niederösterreich, Mitglied des Landesparteipräsidiums der SPÖ Niederösterreich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ 2000, Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates seit 1991 und Vorsitzender des Sozialausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates 1995-98. Seit dem Jahr 2000 ist er SPÖ-Bundesparteivorsitzender und Klubobmann des Sozialdemokratischen Parlamentsklubs.
Gusenbauer war in seiner Funktion als Parteivorsitzender bis zur Nationalratswahl durchaus umstritten. Seine Kritiker werfen ihm vor, er sei politisch vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl abhängig, außerdem sei er uncharismatisch, seine Politik veraltet und zu sehr an Bruno Kreisky, den Gusenbauer als sein Vorbild bezeichnet, orientiert. Seine Anhänger verweisen auf die Wahlerfolge seit seinem Amtsantritt: Neben den Nationalratswahlen_2002 konnte die SPÖ auch in den Landtagswahlen Mandate gewinnen.
Bei der Nationalratswahl_2006 wurde die SPÖ überraschend mit 35,34% der Stimmen stärkste Fraktion. Am 8. Jänner 2007 einigten sich SPÖ und ÖVP auf die Bildung einer Großen_Koalition. Das Koalitionsübereinkommen wurde von Teilen der Partei, einigen der SPÖ nahestehenden Organisationen und Studierendenvertretern teils heftig kritisiertORF_online: [http://orf.at/070110-7941/index.html SPÖ-Jugend rebelliert], abgerufen am 10. Jänner 2007. Im Mittelpunkt der Kritik standen vor allem die unzureichende Berücksichtigung des SPÖ-Wahlprogramms was den ursprünglich angekündigten Ausstieg aus dem Eurofighter-Kaufvertrag und die Abschaffung der Studiengebühren betrifft, sowie die Ressortaufteilung zwischen SPÖ und ÖVP. Das Abkommen wurde vom Bundesparteivorstand mit 75 % Zustimmung genehmigt.
Die neue Bundesregierung_unter_Alfred_Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt. Während dieses Staatsakts fand auf dem Heldenplatz nahe dem Bundeskanzleramt eine Demonstration mit rund 2000 Teilnehmern, großteils Studierende, statt. Der Grund war die während des Wahlkampfes von Gusenbauer versprochene völlige Rücknahme der Studiengebühren, welche im Koalitionsübereinkommen nicht berücksichtigt wurde, woraufhin unter anderem Barbara Blaha und Sylvia Kuba (beide VSStÖ) aus der SPÖ austraten.
Literatur
* Andreas P. Pittler: Alfred Gusenbauer - Ein Porträt. 2000, ISBN 3854850492
Quellen
Weblinks
*
• Website von Alfred Gusenbauer
• Ausführliches Interview mit Alfred Gusenbauer in der Zeitschrift Profil: [http://profil.at/articles/0640/560/153340.shtml "Vom Bürgerschreck ins Kanzleramt.] Was tut Gusenbauer wenn er Kanzler wird?" (Portrait nach der Wahl Oktober 2006)

