Alfred Beit
Alfred Beit (15. Februar 1853 in Hamburg; ? 16. Juli 1906 auf dem Landsitz Tewin Waters in der Nähe von Welwyn_ in der englischen Grafschaft Hertfordshire ) war ein britisch - südafrikanischer Gold- und Diamantenmagnat. Er war ein Mäzen und einer der reichsten Männer seiner Zeit. Politisch war er Anhänger Cecil Rhodes und seiner Ideen eines britischen Imperialismus.
Familie
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Leben
Beit machte nach Abschluss der Schule 1871 eine zweijährige Lehre als Diamantenschliefer in einem Betrieb bei Verwandten in Amsterdam. Im Anschluss arbeitete er für die Hamburger Im- und Export Firma David Lippert & Co mehrere Jahre in Hamburg. 1875 reist Beit im Auftrag der Firma David Lippert & Co in die Kapkolonie zur Stadt New Rush, die 1877 in Kimberley umbenannt werden sollte, um dort als Diamanteneinkäufer zu arbeiten. Beit war sehr erfolgreich und wurde bereits im folgendem Jahr selbsständiger Agent der Firma David Lippert & Co.
Um das Kapital für seine eigenen Geschäfte zu bekommmen wendete sich Beit an den Geschäftsfreund seines Vaters Jules Porgès (1839-1921) der sich 1876 auch in New Rush aufhielt. Beit wechselte im folgenden zu Porgès & Cie und wurde zusammen mit Julius Wernher, der seit 1873 für Porgès & Cie in Südafrika weilte, 1880 Teilhaber. Als Porgès sich 1889 aus den Geschäften in Südafrika verabschiedete wurde von Beit und Wernher die Firma Wernher, Beit & Co als Nachfolgerin gegründet.
Über Porgès & Cie gelang es Beit viele Anteile an Diamanenminen nicht nur rund um Kimberly zuerwerben und damit Einfluss im beginnenden Konzentrationsprozess zu erlangen. In diesem Zusammenhang begann auch die Zusammenarbeit mit Cecil Rhodes. Als dieser 1888 De_Beers_Consolidated_Mines_Limited gründete brachte Beit seine Anteile an Diamantenminen ein, wurde einer von 4 Hauptanteilseignern von De Beers und Direktor auf Lebenszeit. Rhodes und Beits arbeiteten fortan zusammen in der Hinsicht das Rhodes sich um die politische Seite und Beit sich um die finanzielle Seite von Geschäften kümmerte. Das Beit Rhodes sehr ergeben war, lässt sich auch daran erkennen, das er an der Plannung und Finanzierung des gescheiterten Jameson-Raid, eines Überfalls auf Paul Kruger's Südafrikanische Republik 1895, beteiligt war.
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Beit war aber nicht nur im Diamantenhandel und Produktion sehr erfolgreich, ab 1886 gelang es Ihm auch große Teile der Schürfrechte an neu rndeckten Goldvorkommen im Gebiet Witwatersrand zu erwerben und auch dort ein beträchtliches Vermögen zu verdienen. 1888 gegründete Beit zusammen mit Rhodes die Britisch-Südafrikanische Gesellschaft, die sich um die Ausbeutung der Witwatersrand Goldvorkommen und Landeroberung und Erschließung im Südrhodesien kümmert. Beit war in diesem Zusammenhang auch der erste der sich, um die Modernisierung und Erforschung neuer Schürftechniken kümmerte. Ab 1888 verlegte Beit seinen Hauptwohnsitz nach London und nahm die britische Staatsbürgerschaft an. Seit dem war er auch mit dem Ankauf von Kunst beschäftigt. Er erwarb eine umfangreich Sammlung, wobei er sich bei Käufen unter anderem durch Wilhelm von Bode beraten ließ. Seit 1905 war er Gesundheitlich schwer angeschlagen, er verstarb 1906 unverheiratet und kinderlos.
Mäzenentum
Schon zu Lebzeiten hat Beit unterschiedlichen Einrichtungen Stiftungen gemacht. Der Gemäldegalerie (Berlin) wurden je ein Gemälde von Thomas Gainsborough und Joshua Reynolds vermacht, sie faz vom 23.12.2006, S.48 Kunstmarkt http://www.faz.net/s/Rub17F07FA6040D4F8E938C820ED6EB0545/Doc~E83FB050D84B4495A93CE96B595B579DE~ATpl~Ecommon~Scontent.html auch der Hamburger Kunsthalle wurden Bilder geschenkt. So übernahm Beit die Kosten für das von Alfred Lichtwark angeregte und 1906 von Max Liebermann fertiggstellte Bild des Hamburger Professorenkonvent.Pflugmacher, Birgit: Max Liebermann - sein Briefwechsel mit Alfred Lichtwark, Dissertation Hamburg 2001, S.163 Fußnote 672. online unter http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=961986166&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=961986166.pdf Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung, die Keimzelle der späteren Universität Hamburg wurde überhaupt erst ermöglicht durch die Schenkung der ersten 2 Millionen Goldmark von Beit. Er stiftete 1905 einen Lehrstuhl für Koloniale Geschichte an der Universität Oxford, dieser heißt heute Beit Professor of Commonwealth History. http://www.history.ox.ac.uk/staff/postholder/brown_jm.htm - Webseite der aktuellen Professur In London wurde der Royal School of Mines des Imperial College London beträchtliche Mittel vermacht, eine Büste von Beit ziert den Eingangsbereich der Royal School of Mines. Zur Unterstützung der Gründung einer Universität in Johannisburg sah das Testament von Beit eine Summe 200 000 Pfund vor, da diese nicht schnell genug realisiert wurde, wurden diese Mittel aufgestockt, um eine ähnliche Summe durch Wernher für den Bau der Universität Kapstadt verwendet.siehe Webseite der Universität Kapstadt [http://www.news.uct.ac.za/mondaypaper/archives/?id=4787] Der Größte Teil seines Vermögens floss in den Beit-Trust, der die Aufgaben hat Infrastrucktur- und Bildungsmaßnahmen im Südlichen_Afrika und zu unterstützen. So wurden als Beispiel vom Trust 1929 die Alfred-Beit-Brücke über denn Limpopo (Fluss) errichtete, die einzige Verbindung von Simbabwe nach Südafrika. Neben dieser Brücke ist die Stadt Beitbridge entstanden. Der Beit-Trust ist auch heute fördernd in Malawi, Sambia und Simbabwe aktiv.
Einzelnachweise
Literatur
* Justus, Christian: Das Leben und Wirken des Hamburger Kaufmanns Alfred Beit, Magisterarbeit, Hamburg 1990
Weblinks
• beittrust.org.uk ? Beit Trust heute

