Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha
Alfred (15. Oktober 1874 im Buckingham Palace, London; ? 6. Februar 1899 in Meran) war Erbprinz und Thronfolger des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg_und_Gotha, designierter 2. Herzog von Edinburgh und Prinz von Großbritannien_und_Irland. Er entstammte dem Haus_Sachsen-Coburg_und_Gotha.Leben
Alfred Alexander Wilhelm Ernst Albert war der einzige Sohn Alfreds_von_Edinburgh und Sachsen-Coburg und Gotha und der Maria_Alexandrovna, Großfürstin von Russland. Er war der Enkel der englischen Königin_Victoria und des russischen Zaren Alexanders_II..
Alfred, der seit dem Regierungsantritt seines Vaters 1893 coburg-gothascher Thronfolger war, war ein begabtes, aber sensibles Kind. Er erhielt eine strenge, rein deutsche Erziehung durch den tyrannischen Hauslehrer Dr. Rolfs, der es liebte, den Prinzen vor Zeugen zu demütigen. Alfred litt auch sehr unter der Trennung von seinen Schwestern und seinem Vater, der als aktiver britischer Marineoffizier häufig abwesend war. Seine Mutter, die als gefühllos und streng galt, befürwortete die strenge Erziehung ihres Sohnes. Seine Kindheit und Jugend in Coburg verlief unglücklich und freudlos, nur weit weg von zuhause fühlte er sich wohl und blühte auf.
Prinz Alfred trat als Leutnant in das preußische 1. Garde-Regiment zu Fuß in Potsdam ein, fühlte sich aber auch als Soldat nicht wohl. Immer öfter flüchtete er sich in Liebesaffären mit unstandesgemäßen Frauen. 1897 heiratete er die Irin Mabel Fitzgerald. Seine Mutter, eine Zarentochter, bestand darauf die unstandesgemäße Verbindung annullieren zu lassen. Alfred versuchte daraufhin, sich mit einem Gewehr zu erschießen. Während seine Eltern 1899 die offiziellen Feierlichkeiten zu ihrer silbernen Hochzeit begingen, lag er schwer verletzt in einem abgedunkelten Raum im Schloss. Offiziell hieß es, er sei an Tuberkulose erkrankt. Im Januar 1899 sandte ihn seine Mutter, die einen öffentlichen Skandal fürchtete, gegen den Rat der behandelnden Ärzte, zur Erholung nach Meran. Eine Woche später, am 6. Februar 1899, starb er. Seine Leiche wurde nach Deutschland zurück gebracht und im Herzoglichen Mausoleum in Coburg bestattet.
Herzog Alfred gab seiner Frau die Schuld am Tod des gemeinsamen Sohnes und trennte sich von ihr. Er ertränkte seinen Kummer im Alkohol.
Nach dem Tod des Erbprinzen musste die Thronfolge im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha wieder neu geregelt werden. Da Prinz_Arthur, Herzog von Connaught und nächstjüngerer Bruder Herzog Alfreds, für sich und seinen Sohn abgelehnt hatte - wurde der achtjährige Sohn des verstorbenen gemeinsamen Bruders Leopold, Charles_Edward, 2. Herzog von Albany, als zukünftiger Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha bestimmt.

