Alfons V. (Aragón)
Alfons V. von Aragon (zugleich: Alfons IV. von Katalonien, Alfons III. von Valencia und Alfons II. von Mallorca), der Großmütige (1396; ? 27. Juni 1458 in Neapel) war Sohn und Nachfolger Ferdinands_des_Gerechten. Er bestieg mit 15 Jahren den Thron des Königreichs Aragonien. Als Alfons I. war er auch König_von_Neapel_und_Sizilien.
Von Johanna_II. von Neapel zu Hilfe gerufen, besiegte er 1421 deren Feinde Muzio Attendolo Sforza und Ludwig_von_Anjou und bemächtigte sich Caraceiolis, des ihm feindlichen Lieblings der Königin. Diese erklärte nun Alfons V. seiner Ansprüche auf Neapel für verlustig und adoptierte Ludwig von Anjou. Alfons V. behauptete nur den Besitz weniger Plätze.
Nach dem Tode der Königin (1435) und der Einsetzung des Herzogs Renatus_I._von_Lothringen zum Erben, begann Alfons die Belagerung Neapels. Bei der Belagerung Gaetas aber wurde er von der genuesischen Flotte geschlagen, mit seinem Bruder gefangen genommen und dem Herzog Filippo Maria Visconti von Mailand ausgeliefert (1435). Jedoch gelang es Alfons V., seine Freilassung zu bewirken und die Unterstützung Mailands zu gewinnen. Nach fünfjährigem Kampf errang er vom Papst die Belehnung mit Neapel (1442).
Er galt als kluger und wohlwollender Herrscher, wenn er auch zu Prachtliebe und Wollust geneigt haben soll. Den Wissenschaften zugeneigt, nahm Alfons V. nach dem Fall von Konstantinopel die aus der Stadt geflüchteten Gelehrten auf. Er starb am 27. Juli 1458. In seinen Erbstaaten folgte ihm sein Bruder Johann_II., König von Navarra, in Neapel sein vom Papst legitimierter Sohn Ferdinand.
Literatur
Hermann Hefele: Alfonso_I. - Ferrante_I. von Neapel: Schriften von Antonio Beccadelli, Tristano Caracciolo, Camillo Porzio. Jena : Diederichs, 1912
Weblinks
• genealogie-mittelalter.de

