Alfons Zitterbacke (Film)
Der Kinderfilm Alfons Zitterbacke ist ein DEFA-Film aus dem Jahr 1966. Er entstand nach dem gleichnamigen Roman von Gerhard Holtz-Baumert.
Handlung
Einleitung
Der 10-jährige Alfons Zitterbacke geht zusammen mit seiner besten Freundin Micki auf den Rummelplatz. Dort muss er dann vor seiner Freundin seinen Mut beweisen, weil ein Klassenkamerad ihn neckt, er hätte Angst in die Geisterbahn zu gehen. Auf der Fahrt in der Geisterbahn fürchtet sich Alfons, und richtet deswegen einiges an Chaos dort an.
Hauptteil
Auch sonst scheint Alfons wie vom Pech verfolgt, und er wird von seiner Umgebung nicht immer verstanden. Alfons ärgert es, dass sein Nachname Zitterbacke immer wieder veralbert wird. Als er seinem Vater vorschlägt, den Name zu ändern, ist dieser deswegen auf seinen Sohn sauer. Auch sonst kann es Alfons seinem Vater nie recht machen, sei es beim Angeln oder beim Turmspringen. Dabei stellt sich allerdings heraus, dass Alfons nachdem er diese Dinge versucht hat, bald besser als sein Vater ist.
Nur seine Freundin Micki hält immer zu Alfons, auch wenn sie nicht immer die Ideen verstehen kann, die Alfons so hat. So beschließt Alfons zum Beispiel Kosmonaut zu werden, und erfindet dafür ein Kosmonauten-Training. Die Prüfungen wie zum Beispiel Kosmonauten-Kost (Senf aus der Tube essen) oder Schwerelosigkeit (zehn Runde hintereinander Ketten-Karussell fahren) werden aber auch Micki zu anstrengend, so dass Alfons diese schließlich doch alleine machen muss.
Schließlich machen sich Alfons und Micky auf den Weg nach Moskau, um Kosmonauten zu werden. Ihr Geld reicht für eine kurze Zugfahrt durch die DDR. Dann nimmt sie ein LKW-Fahrer mit, der schnell feststellt, dass die Kinder von Zuhause abgehauen sind. Er alarmiert die Polizei, doch die Kinder laufen vor ihm weg. Doch schließlich findet sie Alfons Vater, und bringt die Kinder wieder nach Hause.
Schluss
Doch Alfons lässt sich davon nicht entmutigen, und hat bereits neue fantasievolle Ideen.
Analyse
Aufbau
Die Geschichte ist episodenhaft aufgebaut. Einzelne kurze lustige und auch etwas ernsthaftere Episoden aus dem Leben eines 10-Jährigen fügen sich zu einer längeren Geschichte zusammen. Die filmische Darstellungsweise des Films ist humorvoll und leicht romantisierend. Allerdings nicht so stark wie es bei vielen bundesdeutschen Filmen aus den 60er-Jahren war.
Der Film enthält sich fast ganz einer politischen Indoktrination, doch sind leichte Ansätze erkennbar. So sind beispielsweise die Pioniere im Film sehr auf Ordnung bedacht. Ein Junge äußert als Berufswunsch, dass er Offizier an der Grenze werden möchte. Hauptsächlich ist der Film von seiner Wirkungsweise aber ein Unterhaltungsfilm, so dass er auch noch in den 2000er-Jahren im Kinderprogramm gezeigt wird.
Personen
Die Hauptfigur Alfons Zitterbacke ist glaubhaft charakterisiert. Ein Junge mit sehr viel Fantasie, der auf den Weg ist, seine individuelle Persönlichkeit zu entwickeln.
Seine beste Freundin Micki ist ein loyales Mädchen. Sie zeigt aber auch Selbstbewusstsein, und zeigt wo ihre Grenzen der gemeinsamen Unternehmungen mit Alfons sind.
Alfons Vater wird satirisch übertrieben gezeigt. Er ist der Urtyp des Vaters, der will dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt. Dabei scheitert er in seinem Erziehungsbemühungen, weil sein Sohn ihn stets übertrumpft.
Weblinks
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