Alfons Rebane
Alfons Rebane (24. Juni 1908 in Walk, Estland; ? 8. März 1976 in Augsburg) war ein Offizier der estnischen Armee, welcher später der Waffen-SS beitrat.Laufbahn
Alfons Rebane trat nach seinem Studium in die estnische Armee ein, der er bis zur Besetzung Estlands 1940 durch die Rote Armee als Offizier diente. Nach dem Einmarsch der deutschen_Wehrmacht 1941 schloss er sich dieser an und wurde der 15. Ski-Kompanie der Polizei-Bataillons 184 zugeteilt. Im Winter 1941/42 wurden wegen der angespannten Lage auch Polizeieinheiten an die Front geschickt. Im Juni 1942 erfolgte seine Beförderung zum Major und Kommandeur des Freiwilligenbataillons 658. Während der Kämpfe im Januar 1944 gelang es diesem Bataillon eine Frontlücke bei Nowgorod zu schließen. Hierfür wurde ihm am 23. Februar 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Alle estnischen Freiwilligeneinheiten wurden später in die Waffen-SS übernommen und der 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estnische Nr. 1) zugeteilt. Im April 1944 wurde Rebane Kommandeur des II. Bataillons des SS-Infanterie-Regiments 47, am 26. Juli 1944 übernahm er dann das SS-Infanterie-Regiment 46. Nach dem die Rote Armee Estland zurückerobert hatte, wurde die Division nach Neuhammer zur Auffrischung verlegt. Am 9. November 1944 wurde Rebane zum Waffen-Obersturmbannführer_der_SS befördert, im März 1945 folgte noch die Beförderung zum Waffen-Standartenführer der SS. Zu diesem Zeitpunkt kämpfte die Division bereits im Rahmen der Heeresgruppe Mitte in Schlesien und dem damaligen "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren". Außerdem wurde er bei Kriegsende, nachdem der Divisionskommandeur Augsberger bei den Kämpfen an der Ostfront fiel, stellvertretender Kommandeur der 20. Waffen-Grenadier-Division der SS. Am 9. Mai 1945 erhielt der "estnische Rommel" noch (als einziger ausländischer_Offizier_der_Waffen-SS neben Leon Degrelle) das Eichenlaub verliehen.
Nachkriegszeit
Nach dem Krieg trat er dem britischen Geheimdienst MI6 bei und wirkte in dieser Position beim antikommunistischen Widerstand im Baltikum mit. 1961 ging Rebane in die BRD, wo er bis zu seinem Tode am 8. März 1976 blieb. Rebanes Asche wurde 1999 nach Estland gebracht und dort ehrenvoll beigesetzt.
Orden
*Ritterkreuz (23. Februar 1944)
*Eichenlaub (9. Mai 1945)
Weblinks
• Biographie über Alfons Rebane im Lexikon der Wehrmacht

