Alfa Romeo GTV
Der Alfa Romeo GTV bezeichnet ein De-Dion-Hinterachse und ein Antriebskonzept in Transaxle-Bauweise, bei welcher sich der Motor vorne, die Kupplung und das Getriebe jedoch verblockt mit dem Differential an der Hinterachse befinden. Eine ähnliche Bauweise wurde unter anderem auch beim Porsche 924, 944 und 928 verwendet und sorgt für eine relativ gleichmäßige Gewichtsverteilung. Die verschiedenen GTV-Typen sind die letzten Sportcoupes mit Heckantrieb, welche von Alfa Romeo in Großserie produziert wurden.
In seiner Produktionsphase von 1974 bis 1986 gehörte er in seinem Herkunftsland Italien zum Straßenbild, in anderen Ländern wurde er ebenfalls verkauft. Es gab auch fast immer US-Versionen der verschiedenen Typen. Seine zum Teil mangelhafte Verarbeitungsqualität, sowie seine starke Anfälligkeit für Korrosion (bis 1983) sorgte für eine kurze Lebensdauer dieser Fahrzeuge.
Besonderheiten
Der Alfa Romeo GTV ist heute ein Youngtimer und gilt bei seinen Fans als eines der letzten Sportcoupés der alten Schule. Diese Fahrzeuge waren geprägt durch ihre Eigenheiten, die man heute als Qualitätsmängel einstufen würde und die ein Fahrzeug in heutiger Zeit unverkäuflich machen würden.
So hatte der Alfetta GT oder GTV in den 4-Zylinder-Versionen bedingt durch seine beiden Doppelvergaser zwar eine entsprechende Leistung, der Kaltstart stellte jedoch einen ungeübten Fahrer vor gewisse Schwierigkeiten. Wurde der Motor erfolgreich gestartet, outete sich der Unerfahrene spätestens beim Einlegen des ersten Ganges, der sich im Stand nicht ohne Getriebegeräusche aus dem schnell verschleißenden Getriebe direkt einlegen ließ. Für den erfahrenen ?Alfista? war es eine Selbstverständlichkeit im Stand bei laufendem Motor nach Treten der Kupplung zuerst den zweiten Gang einzulegen, um danach bei weiterhin getretenem Pedal den Schalthebel in den Ersten zu schieben.

