Alexei Nikolajewitsch Romanow
(1860-1920)]]Alexei Nikolajewitsch Romanow (russisch ??????? ??????????; * 30. Juli/12. August 1904 in Peterhof; ? 17. Juli 1918 in Jekaterinburg) war der einzige Sohn des letzten russischen Zaren Nikolaus_II. aus dem Geschlecht der Romanows. Er war der letzte Zarewitsch.
Leben
Jugend und Krankheit
Er war das jüngste Kind und einzige Sohn von Nikolaus II. und Zarin Alexandra_Fjodorowna und litt an der Bluterkrankheit, weshalb er oft das Bett hüten und jede noch so kleine Verletzung vermeiden musste. Er hatte durch innere Blutungen und aggressive Medikation extreme Schmerzen zu erdulden, die nur der den Romanows nahe stehende Rasputin lindern konnte: Seine Anwesenheit beruhigte den Jungen offenbar, tat ihm sehr gut und rettete ihm mehrmals das Leben. In der Literatur ist in diesem Zusammenhang von wundersamen Heilkräften die Rede.
Durch die Krankheit bedingt wurde der kleine Junge bei vielen öffentlichen Veranstaltungen von einem starken Matrosen getragen, damit die Gefahr von Verletzungen möglichst gebannt wurde.
Seine Krankheit war in den ersten Jahren als Staatsgeheimnis gehütet worden, bis der deutsche Kaiser Wilhelm_II. auf einem Staatsbesuch einen großen blauen Fleck auf der Stirn des Jungen entdeckte und dieser im Laufe der Tage des Staatsbesuches nicht mehr verschwand. Wilhelm kannte sich mit der Bluterkrankheit sehr gut aus, da ein Sohn seines Bruders Heinrich auch daran litt.
Von seiner Kindheit sind sehr viele Photographien erhalten, da eines der großen Hobbys der Zarenfamilie das Photographieren war.
Die Zarenkinder wuchsen in behüteter und familiärer Atmosphäre auf, da die Zarenfamilie größten Wert darauf legte, dass die Kinder nicht von Gouvernanten großgezogen werden, wie es bei den meisten Königshäusern der damaligen Zeit üblich war, daher kann man von einem intakten Familienleben ausgehen.
Krieg und Revolution
Mit seiner Familie floh er 1917 vor den Revolutionstruppen, wurde aber wie Vater, Mutter und Schwestern von den Bolschewiki arrestiert, nach Jekaterinburg transportiert und dort mehrere Monate in stark bewachter Gefangenschaft gehalten.
Tod
In der Nacht zum 17. Juli 1918 wurde er mit der restlichen ehemaligen Zarenfamilie erschossen. Es steht fest, dass Wladimir Iljitsch Lenin als Vorsitzender des Rats der Volkskommissare (Regierungschef) sowie der damalige Partei- und Staatschef Jakow Michailowitsch Swerdlow, Vorsitzender des Sekretariats des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Russlands (Bolschewiki) und Vorsitzender des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees (GZEK), sowie weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung der Erschießung vorab zugestimmt haben und ausnahmslos alle anschließend die Erschießung billigten. Am 18. Juli 1918 teilte Swerdlow dem Präsidium des GZEK mit, dass sich konterrevolutionäre Bürgerkriegstruppen im Anmarsch auf die Stadt Jekaterinburg befunden hatten; es sei zu befürchten gewesen, dass die dort gefangen gehaltene frühere Zarenfamilie befreit und als lebendige Symbole des Kampfes der ausländischen Interventionstruppen und der Bürgerkriegstruppen gegen die Sowjetmacht benutzt werden könnten. Der Sowjet des Gebiets Ural habe daher den Befehl zur Erschießung_der_ehemaligen_Zarenfamilie gegeben, der in der Nacht zum 17. Juli vollstreckt wurde. Der für die Exekution verantwortliche Offizier berichtete, dass auf den Dreizehnjährigen als einzigen der Zarenfamilie zwei Schüsse abgefeuert wurden, weil er nach der ersten Salve noch lebte.
Während die Leichen der übrigen Familienmitglieder nördlich von Jekaterinburg vergraben und 1991 exhumiert wurden, ist der Verbleib der sterblichen Überreste Alexeis bis heute ungewiss, denn seine sterblichen Überreste wurden bei der Ausgrabung trotz großangelegter Suche nicht gefunden. Es wird vermutet, dass seine Leiche damals verbrannt worden war, jedoch gibt es dafür keinerlei Beweise.
Es gab einen Doppelgänger des Zarensohnes, nämlich den polnischen Oberst Micha? Goleniewski, der jedoch überführt werden konnte.
Ehrung
Im August 2000 wurden er und seine Familie von der Russisch-Orthodoxen_Kirche heilig gesprochen.
Siehe auch
Ermordung der Zarenfamilie
Nikolaus_II.
Literatur
* Elisabeth Heresch: Alexej, der Sohn des letzten Zaren: ?Warum kann ich nicht sein wie andere Kinder ...?. Langen-Müller, München 1997, ISBN 3784425879

