Alexei Alexejewitsch Ignatjew
Graf Alexej Alexejewitsch Ignatjew (russisch ; 1877; ? 20. November 1954) war ein zunächst russischer, später sowjetischer General und Diplomat.Der Sohn des zaristischen Generals Graf Nikolai Pawlowitsch Ignatjew begann nach der Schulausbildung seine Laufbahn am kaiserlichen Hof als Kammerdiener der Zarin. Später erfolgte die Ausbildung zum Offizier und der Dienst in einem Gardekavallerieregiment. Nach dem Studium an der Akademie des russischen Generalstabs wurde Graf Ignatjew zum Generalmajor ernannt und später als Generalleutnant zum Militärattaché Russlands in Frankreich berufen. Nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution 1917 in Russland stellte sich Alexej Ignatjew in den Dienst der Sowjetmacht. Als einziger Verfügungsberechtigter verweigerte er die Übergabe von 225 Millionen Goldfranc, die dem russischen Staat gehörten und auf Pariser Banken deponiert waren, an die konterrevolutionäre russischen Exilregierung. Stattdessen übergab er das Geld der Sowjetregierung, die von dem Vorhandensein dieser Finanzdepots gar keine Kenntnis hatte. Das Angebot, französischer Staatsbürger und General zu werden, lehnte Graf Alexej Ignatjew ab. Er blieb aber auch in den Folgejahren in Frankreich und war nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Frankreich in der sowjetischen Handelsvertretung in Paris tätig. Im Jahr 1935 kehrte Alexej Ignatjew in die UdSSR zurück. Hier erhielt er von derRoten_Armee seinen alten Dienstgrad des Generalleutnants zurück. Die Säuberungsaktionen Stalins in Streitkräften, Partei- und Staatsapparat überstand Ignatjew unbeschadet.
Mit zunehmendem Alter kränkelte Ignatjew häufig. Im Herbst 1953 erkrankte er so schwer, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, das er bis zu seinem Tod auch nicht mehr verlassen sollte.
Graf Alexej Ignatjew war mit Natalja Truchanowa verheiratet. Seine Memoiren, die er der sowjetische Jugend widmete, tragen den Titel ?50 Jahre in Reih und Glied?.

