Alexandrinische Münzen
Philopator, 220 v. Chr.]]
Alexandrinische Münzen sind im allgemeinen alle in Alexandria geschlagenen Münzen (bis heute), vornehmlich die griechisch beeinflussten ptolemaiischen Prägungen mit den Konterfeien der Herrscher, weiterhin römische_Münzen, die von fast allen Kaisern ab Augustus bis Maximinus_II._Daia schlagen gelassen wurden. Das Avers zeigt generell die herausgebende Person, das Revers ein weiteres Portrait, Götterbilder, Symbole, Bauwerke. Einige Prägungen, die besonders im 2. Jahrhundert unter den Kaisern Hadrian, Antoninus Pius, Marcus Aurelius und Commodus in Alexandria herausgegeben wurden, zeigen als besonderes Motiv neben dem Kaiserportrait auf dem Avers den Pharos von Alexandria auf dem Revers, allein oder mit der Isis Pharia oder mit anderen Zusatzmotiven. Diese Münzen, meist Kupfer-Drachmen oder Halbdrachmen, sind die einzigen, aus der Antike überlieferten bildlichen Darstellungen des gewaltigen siebten Weltwunders und damit einzige Originaldarstellungen, die zu dessen Rekonstruktion herangezogen werden können.
Literatur
* Angelo Geißen, Wolfram Weiser: Katalog alexandrinischer Kaisermünzen der Sammlung des Instituts für Altertumskunde der Universität zu Köln. 5 Bände. Westdeutscher Verlag, Opladen 1974?1983.
Weblinks
• Die alexandrinischen Münzen als Währung im römischen Ägypten (IfA Köln)
• engl. Seite mit großer Übersicht alexandrinischer Münzen zur römischen Kaiserzeit
• Kupfer-Drachme (Æ), Avers Kaiser Hadrian mit Lorbeer und Panzer, 18. Regierungsjahr 133; Revers Leuchtturm, Isis Pharia mit Segel
• Kupfer-Halbdrachme, Avers Antoninus Pius mit Lorbeerkranz, 5. Regierungsjahr 141; Revers Großer Leuchtturm von Alexandria

