Alexander Michailowitsch Tschernin
Alexander Michailowitsch Tschernin (russisch , englisch Alexander Chernin; 6. März 1960 in Charkow) ist ein ungarischer Schachmeister mit Wurzeln in der Sowjetunion.Leben
Tschernin feierte bereits als Jugendlicher zahlreiche Siege: 1979 wurde er in Skien Jugendvizeweltmeister nach Yasser Seirawan, im Januar 1980 wurde er Jugendeuropameister (vor Surab Asmaiparaschwili) in Groningen, kurz darauf gewann er ein Meisterturnier in Amsterdam (mit 10,5 Punkten aus 11 Partien). Aufgrund dieser Erfolge verlieh ihm die FIDE im selben Jahr den Titel Internationaler Meister. Ein Jahr darauf teilte er Platz 2 und 3 beim Capablanca-Gedenkturnier in Cienfuegos. 1983 gewann er in Irkutsk, 1984 in Kopenhagen und Stary Smokovec.
Im Verlauf des Jahres 1985 (dem erfolgreichsten in seiner Karriere) stieß er zur Weltspitze vor. Zunächst siegte er gemeinsam mit Michail Gurewitsch und Viktor Gawrikow bei der UdSSR-Meisterschaft und qualifizierte sich damit zum Interzonenturnier in Tunis. Hier teilt er Platz drei mit seinem Landsmann Gawrikow, den er im anschließenden Stichkampf besiegte und sich für das Kandidatenturnier qualifizierte, womit ihm zugleich der Titel Großmeister verliehen wurde. Beim in Montpellier 1985 ausgetragenen Kandidatenturnier wurde Csernyin Elfter. Im gleichen Jahr gewann er mit der Sowjetunion Gold bei der erstmals ausgerichteten Mannschaftsweltmeisterschaft in Luzern, Tschernin erhielt überdies die Goldmedaille für sein Individualergebnis am 7. Brett.
Zu seinen bedeutendsten Erfolgen in den nachfolgenden Jahren zählen: ein geteilter dritter Platz bei der erstmals ausgerichteten Blitzschach-Weltmeisterschaft in Saint_John. Tschernin verlor im Halbfinale gegen Michail Tal, besiegte zuvor aber u. a. Anatoli Karpow, Siege in Kopenhagen 1986 (zusammen mit u. a. Wassili Smyslow), beim Rubinstein-Gedenkturnier in Polanica-Zdrój 1988 (zusammen mit Alexander Goldin), in Prag 1989, bei den Dortmunder Schachtagen 1990 (vor Boris Gelfand), in Altensteig 1990 und 1991, in Buenos Aires 1992 und in Göteborg 1996.
1992 machte Tschernin sich in Budapest ansässig, 1993 erhielt er die ungarische Staatsbürgerschaft. Im selben Jahr wurde er Vizemeister bei der ungarischen Meisterschaft (nach András_Adorján). Zwei Mal (1994 und 1996) nahm er für Ungarn an der Schacholympiade teil und erzielte 8 Punkte aus 13 Partien. Drei Mal spielte er an Europamannschaftsmeisterschaften, wobei die ungarische Mannschaft 1999 die Silbermedaille gewann. Aktuelle Elo-Zahl: 2587 (Stand: April 2007).
Weblinks
• Partien von Alekszandr Csernyin
• Karteikarte der FIDE
• Karteikarte des ungarischen Schachverbandes

