Alexander Schneider (Rechtsextremist)
Alexander Schneider (30. Mai 1976 in Rhede) ist ein deutscher Rechtsextremist. Er war einer der Anführer des Kampfbundes Deutscher Sozialisten (KDS).
Leben
Schon als 12-jähriger begeisterte er sich für die Zeit des Nationalsozialismus und sammelte beispielsweise Reden von Adolf Hitler auf Schallplatte. Als prägend für seine spätere Entwicklung bezeichnet er seinen Großonkel Antonius Vering, der im Dritten Reich Gauleiter von Halle-Merseburg war. Nach dem Abschluss der mittleren Reife 1992 strebte er die Ausbildung zum Erzieher an.
Schneider fiel erstmals zu Beginn der 1990er Jahre als Leserbriefschreiber in der Zeitschrift MUT (1991) und den Publikationen Zentralorgan, ?Hamburger Sturm? und ?Recht und Wahrheit? auf. Zur gleichen Zeit wurde der in der Wikingjugend (WJ) aktive Schneider Mitstreiter des damals führenden Michael Kühnen und Stellvertreter der von diesem begründeten Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NS). 1994 schloss Schneider in Tann zusammen mit dem ?Führer? der WJ, Wolfgang Nahrath, ein Bündnis. Außerdem war Schneider maßgeblich beteiligt am 1994 von ihm mitbegründeten Komitee zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 110. Geburtstag Adolf Hitlers (KAH) und leitete die ?Wehrsportgruppe Ruhr?. Nach dem Verbot der ANS/NA 1993 gründeten Schneider, Kühnen und Christian Worch die Nachfolgeorganisationen Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF).
Nach der Verurteilung des österreichischen Gottfried Küssel im September 1993 zu zehn Jahren Haft wegen NS-Wiederbetätigung gründete Schneider zusammen mit Frank Hübner eine ?Nationale Initiative Freiheit für Gottfried Küssel?. 1996 fordert er in der Zeitschrift ?Freie Stimme? zur Solidarität mit dem inhaftierten ?Chef? der NSDAP/AO, Gary Lauck, auf.
1999 gründete Schneider zusammen mit Gleichgesinnten den rechtsextremen Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS). Schneider wurde Kopf der ?Organisationsleitung? und gab sich selbst die Bezeichnung ?Stabschef?. Sein Domizil in Dinslaken bezeichnete er als ?Hauptgefechtsstand?.
Am 27. April 2002 beteiligte sich Schneider an einer Delegation des KDS, die anlässlich des Geburtstages von Saddam Hussein die irakische Botschaft in Berlin besuchte. In der Folgezeit gehörte der Schneider mehrfach zu persönlich geladenen Gästen des irakischen Botschafters Shamil A. Mohammed. Danach zeigt Schneider wie auch die übrige KDS-Spitze Annäherungsbemühungen an die NPD, obwohl er noch 2003 in der rechtsextremen Zeitschrift ?Recht und Wahrheit? deutlich gegen die Partei Stellung genommen hatte. Den Eintritt des KDSlers Norman Bordin begrüßte er im Oktober 2004 ausdrücklich.
Bei einer Versammlung des KDS am 4. Februar 2004 in Leverkusen verließ Schneider die Organisationsleitung auf eigenen Wunsch. Nachfolger wurde der Altenburger Thomas Gerlach. Er ist seitdem in der Szene nicht mehr in Erscheinung getreten, soll aber angeblich noch über weitreichende Kontakte verfügen.

