Alexander Schlicke
Alexander Schlicke (26. März 1863 in Berlin; ? 2. Februar 1940 in Stuttgart) war ein deutscher Politiker (SPD).Schlicke war gelernter Feinmechaniker. Nach einer Karriere in der Gewerkschaft war er von 1895 bis 1919 Vorsitzender des _Deutschen_Metallarbeiterverbandes, dessen Position er erfolgreich stärkte.
Schlicke gehörte 1919/20 der Weimarer Nationalversammlung und anschließend bis 1930 dem Reichstag an.
In der Weimarer Republik war er 1919 zunächst kurze Zeit württembergischer Arbeitsminister und vom 20. Juni 1919 bis zum 8. Juni 1920 Reichsarbeitsminister. Seine Hauptaufgabe war in dieser Zeit die Wiedereingliederung der Kriegsbeteiligten in das wirtschaftliche Arbeitsleben. Besondere Errungenschaften sind die Schaffung eines Reichsamt für Arbeitsvermittlung und die Verpflichtung zur Bevorzugung Schwergeschädigter. Auch auf Schlicke zurückzuführen ist eine 278 Paragraphen starke Schlichtungsverordnung, die die Arbeitgeber gegen die Gewerkschaften und Streiks stärkte. Nach seiner Amtszeit wechselte er zum Internationalen_Arbeitsamt in Genf.

