Alexandros Papagos
Alexandros Papagos (; 9. Dezember 1883 in Athen; ? 4. Oktober 1955 ebenda) war ein griechischer Feldmarschall und Politiker.Papagos diente während der Balkankriege in der griechischen Armee, wurde aber wegen seiner Unterstützung für König Konstantin_I. 1917 aus der Armee entlassen. Mit der Rückkehr Konstantins 1920 wieder einberufen, wurde er von der Republik 1923 wieder entlassen. Es folgte die erneute Einberufung als Generalmajor 1927. Als Generalstabschef der Armee spielte er eine wesentliche Rolle beim Sturz der Zweiten Griechischen Republik im Oktober 1935, der Rückkehr von König Georg_II. und der Errichtung der Metaxas-Diktatur.
Im Zweiter Weltkrieg gelang es Papagos, als Oberbefehlshaber der griechischen Streitkräfte, den am 28. Oktober 1940 von Albanien aus gestarteten italienischen Großangriff mit Hilfe des Einsatzes von flexiblen Bergtruppen und geringer britischer Luftunterstützung abzuwehren und eine erfolgreiche Gegenoffensive zu starten, die sich auf fast ein Drittel Albaniens ausdehnte.
Als der deutsche Balkanfeldzug sich auf Griechenland ausweitete, wurde Papagos angesichts der eindeutigen Übermacht der zusammen operierenden italienischen und deutschen Streitkräfte zur Kapitulation gezwungen und ins KZ_Dachau deportiert. 1945 durch die Alliierten befreit, bekämpfte er abermals als Oberbefehlshaber im Griechischen_Bürgerkrieg mit erheblicher amerikanischer Unterstützung die kommunistischen Partisanen. Der Krieg endete 1949 mit der endgültigen Niederlage der Kommunisten, wofür er zum Feldmarschall ernannt wurde.
1951 kündigte er seine Position, um eine neue konservative Partei zu gründen, mit der er die Wahlen von 1952 mit großer Mehrheit gewann. Er war vom 19. November 1952 bis zu seinem Tode am 4. Oktober 1955 Ministerpräsident Griechenlands.

